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30. Oktober 2022

Angerkogel

(gepostet im Bereich Berg)

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Das ungewöhnliche warme Herbstwetter hält an. Laut ZAMG wird es wohl der wärmste Oktober seit es Aufzeichnungen gibt. So kann ich um 0800 bereits kurzärmlig am Parkplatz auf der Hinteregger Alm starten. Der sonnige Weg durch die Südflanke des Nazogl ist mir wohlbekannt. Ich bin alleine unterwegs. Nur ein paar Gämsen begleiten mich. Im Ennstal hält sich hartnäckig der Nebel, der bis unter die Weißenbacher Mauern reicht. Es herrscht eine ganz besonderes ruhige Vormittagsstimmung. Unschwer erreiche ich nach 2h15min den Gipfel des Nazogl. Es ist angenehm warm auf 2000 Meter und ich lege eine erste Jausenpause ein. Leider ist die Fernsicht etwas eingeschränkt. Es ist viel Staub aus der Sahara in der Luft. Rasch erreiche ich den Gipfel des Angerkogels, wo es wie schon so oft deutlich windiger ist, als am Nazogl.

Ohne Pause steige ich nach Norden zur verfallenen Angeralm ab. Leider haben die Lärchen schon alle ihre Nadeln abgeworfen. Vor zwei Wochen müsste die Lärchenverfärbung hier oben ja spektakulär gewesen sein. Der Weg führt wunderschön durch den Lärchen-​Zirbenwald an der Nordflanke des Schwarzkoppens. Einige Preiselbeeren (Vaccinium vitis-idaea) sorgen für die letzten Farbtupfer in der Landschaft. Mein Blick hinsichtlich der Kleinformen im Karst ist inzwischen geschärft und ich entdecke viele hübsche Kamenitzas, die mit Lärchennadeln gefüllt sind. An der Ostflanke führt der Weg endlich wieder in den Sonnenschein und es folgt der eindrucksvollste Abschnitt der Angerkogel-​Runde. Ein riesiges Karrenfeld mit Rinnen-​ bzw. Rundkarren. Die abgerundeten Formen entstehen im bedeckten Karst, d.h. der Kalkfels ist vom Boden bedeckt und durch biologische Aktivität ist der CO2 Gehalt erhöht, wodurch mehr Kohlensäure entsteht. Dies führt zu einer weniger scharfkantigen Verwitterung als im nackten Karst. Der Boden wurde später durch Erosion abgetragen und die Rundkarren freigelegt. Auffällig ist das Fehlen von Rillenkarren und die Rinnen haben eine ausgeprägte Hohlform. Diese tolle Landschaft wird selbstverständlich gründlich dokumentiert. Mit goldenen Lärchen und fettblauem Himmel würden da wohl einige geniale Bilder entstehen. Gemütlich wandere ich vorbei zur Alblhütte. Hier wurde früher ebenfalls Vieh aufgetrieben, wovon ein Alpen-​Ampfer-​Lägerflur zeugt. Die letzten 400 Höhenmeter zum Almboden verlaufen gemütlich im schattigen Wald.

Bei der Kink-​Hütte erhasche ich noch ein feines Platzerl an der sonnigen Hüttenwand. Da schmeckt das Gösser + Steierkasbrot besonders gut.

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