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5. Mai 2024

Dolomitensteig

(gepostet im Bereich Berg)

TalschlussStodertal.jpgzoomPicture

Sneslitz2024.jpgzoomPicture

HochsteinalmHinterstoder2024.jpgzoomPicture

AbgebrannteHutteOfen.jpgzoomPicture

LoegerhutteDolomitensteig.jpgzoomPicture

StodererDolomitensteigGumpen.jpgzoomPicture

Völlig unerwartet meldet sich mein Freund Bernhard bei mir und fragt, ob ich mich einer Dolomitensteig-​Tour anschließe. Selbstverständlich bin ich mit von der Partie, denn seit 2018 bin ich diesen grandiosen Weg nicht mehr gegangen. Kurz vor 0700 starten wir bei bestem Wetter am Parkplatz bei der Baumschlagerreith. Der Talschluss ist immer wieder schön, heute ist es mit dem frischen Grün der Vegetation und den Schneeresten im Gipfelbereich besonders eindrucksvoll. Dazu azurblauer Himmel. Besser geht's nicht.

Bernhards Sohn Lars war die treibende Kraft hinter dieser Wanderung und der junge Bursche gibt ein ordentlich hohes Tempo vor. Nach steilem Anstieg durch den Wald erreichen wir nach 1h30min die Hochsteinalm. Dort kann ich endlich ein lang geplantes Foto machen. Im Vordergrund die Lögerhütte umgeben von Almwiesen und Lärchen und im Hintergrund die schroffe Dolomitwand des Sneslitz. Für mich eine der formschönsten Wände im gesamten Toten Gebirge. Aber auch die Ostflanken der Prielgruppe sind nicht zu verachten. Die tief eingesenkten Gletschergassen wie Sigistal, Wassertal und Turmtal sind faszinierend. Am Weg hinüber zur Lögerhütte verbreiten die alten sowie jungen Lärchennadeln einen besonders guten Geruch. Als wir den lichten Lärchenwald verlassen, erlebe ich eine Überraschung. Von den zwei Hütte steht nur meine eine. Die untere Hütte ist im Vorjahr abgebrannt und nur der Ofen steht noch. Glücklicherweise ist niemand zu Schaden gekommen. Diese Ruine schaue ich mir aus der Nähe an. Die Holzreste wurden entfernt und der Aushub des Fundaments ist sichtbar. Hier sind sogenannte nordalpine Raibler Schichten aufgeschlossen. Eine spezielle Gesteinsformation, die Haupt-​ von Wettersteindolomit trennt und als wasserundurchlässige Schicht einige Quellaustritte erzwingt und somit die Almwirtschaft in diesem Karstgebiet überhaupt ermöglicht.

Nach der Jausenpause beginnen wir mit der Traverse durch die Dolomitflanke hinüber zum Schwarzgraben. Auch wenn ich mich wiederhole: Dieser Wegabschnitt ist einfach nur traumhaft. Die Gumpenkaskaden sind "in Betrieb" und eine lokale Attraktion für sich. Die sonst äußerst üppige Alpenflora ist noch nicht voll ausgebildet. Vermutlich ist es in 3-​4 Wochen soweit. Langsam lassen wir die spektakuläre Dolomitszenerie hinter uns und ein schöner Fichten-​Buchen-​Tannen Wald beginnt. Der Abstieg ist gemütlich und rasch erreichen wir den riesen Moränenschuttkörper des Poppensands mit seiner zentralen Rinne. Eine wilde Szenerie, die auch botanisch einiges zu bieten hat. Die Krüppelfichten sind sehenswert. Um 1230 erreichen wir wieder die Baumschlagerreith, wo wir uns ein kühles Bierchen schmecken lassen.

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