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24. April 2021

Hochsteinalm

(gepostet im Bereich Berg)

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Wir bleiben Ebensee treu und wandern heute vom Langbathtal über den Falmbachsteig auf die Hochsteinalm. Dieser Weg ist mir gänzlich unbekannt, aber ein schöner südseitiger Anstieg über 300 Höhenmeter ohne Forststraßen macht mich neugierig und passt gut als Halbtagestour für Erik und mich.

Wir starten um 1030 beim kleinen Wanderparkplatz. Es ist wenig los, da die Massen zu den Langbathseen weiterdüsen. Schon zu Beginn gehen wir durch einen schönen Fichten-​Buchen-​Tannenwald. Die üblichen Verdächtigen blühen auch schon. Wir entdecken Neunblatt-Zahnwurz (Cardamine enneaphyllos) und Dreiblatt-Baldrian (Valeriana tripteris). Von den unzähligen Leberblümchen (Hepatica nobilis) und Buschwindröschen (Anemone nemorosa) ganz zu schweigen. Der Weg führt immer entlang des Baches. Wo die Markierung steil in die Wald führt, kann am Wasser entlang wandern. Steinmanderl zeigen uns den Weg und führen uns dann wieder auf die markierte Route. Der Steig wird nun steiler und wilder. Ganz nach unserem Geschmack. Jede Menge Totholz liegt im Bachbett und wir gelangen zu einer ersten Stiege. Hier ist es besonders schön. Der Wasserfall glitzert in der Sonne und er ist von Sumpfdotterblumen (Caltha palustris) und Echtem Seidelbast (Daphne mezerum) gesäumt. In der Dolomitwand gegenüber entdecke ich dann einige Exemplare der Clusius-Primel (Primula clusiana), auch Jagabluat genannt. Diese Art ist üblicherweise über 1500 Meter verbreitet, steigt in Schluchten aber auch bis 600 Meter. Wunderbar steil geht's weiter. Zur Sicherheit existiert auch ein Geländer und ein kurzes, kunststoffbeschichtetes Stahlseil. Kurz vor dem Ende des Steig können wir noch einen schönen Wasserfall bestaunen. Nach 1h erreichen wir das Almgelände der Hochsteinalm.

Bei schönem Wetter habe ich die Hochsteinalm noch nie so ruhig erlebt. Der Gastgarten ist gesperrt aber es gibt Take-​Away (Speckbrot bis Nudelsuppe, Pofesen bis Eis). Also eigentlich bestens bewirtet Erik gefallen die vielen Tiere, besonders die Alpakas. Unsere Mittagsjause haben wir im Rucksack, trotzdem genehmige ich mir noch das hiesige Speckbrot. Da noch mehr als genügend Zeit ist, wandern Erik und ich noch zum nahen Lärlkogel, den wir auch schon nach 15 Minuten erreichen. Die Aussicht über die Viechtau zum Traunsee ist wie immer wunderschön. Am warmen Kalkfels blüht auch schon der Zwerg-Buchs (Polygala chamaebuxus). Retour bei der Alm genehmigen wir uns noch eine kurze Stärkung und wandern über den Falmbachsteig wieder retour zum Ausgangspunkt. Obligat ist ein Giovanni-​Eis in Ebensee.

Fazit: Ein wirklich sehr schöner Steig. Es ist erstaunlich, was es in den heimischen Bergen noch alles zu entdecken gibt. Diese kindertauglichen, kleinen Wanderungen sind wirklich sehr nett. Erik taugt's sehr. Und vor allem ist er schwindelfrei und trittsicher. Ich glaub demnächst werden wir auf den Baalstein + Geiswand wandern. Dort waren wir auch noch nicht.

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