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14. Juli 2007

Wildensee

(gepostet im Bereich Berg)

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Quasi als vorbereitende Trainingseinheit für unseren Wander-​Wellness-​Urlaub in Naturns unternehmen Sarah und ich einen kurzen Abstecher ins Tote Gebirge. Etwa 1000 Fitness-​Höhenmeter mit wunderschöner Landschaft und Bademöglichkeit? Eine Wildensee/Appelhaus-​Runde mit möglicher Besteigung des Redenden Stein, Woising oder Rinnerkogel bietet sich wieder einmal an. Eigentlich wollten wir ja am Wildensee zelten, aber da schon das Vieh aufgetrieben wurde, entscheiden wir uns für eine Hüttenübernachtung.

Endlich hat sich ein stabiles Hochdruckgebiet etabliert und sommerliche Temperaturen sind für die kommenden Tage prognostiziert. Und wenn's ins der Früh schon so richtig warm ist, rächt sich ein später Start am Offensee um 1000 bitter, bitter böse. Der Weg zur Rinnerhütte verläuft recht steil an der Nordflanke des Rauchfangs, wobei im Wald die Höhenmeter noch recht angenehm zu absolvieren sind. So richtig warm wird's nach dem Bründl, als wir in Serpentinen den Geröllhang hinaufwandern. In jeder Kehre genehmigen wir uns einen Schluck aus dem Camelbak, der aber nur kurz Erfrischung verschafft. Nachdem wir links den Hang hinausqueren, spenden endlich einige Lärchen Schatten und unter uns plätschert ein munteres Bächlein. Selbst der Anblick von Wasser kühlt schon ganz gut

Um 1245 erreichen nach die Rinnerhütte. Leider sind schon alle Schattenplatzerl belegt. Weiterbruzeln ist angesagt. Wir stärken uns mit Gulaschsuppe (+ sehr gschmackiges Brot) sowie einer obligaten Käsekrainer. Grrr leider gekocht. Naja morgen gibt's dann eh eine gegrillte Krainer bei der Jausenstation.

Ab der Hütte beginnt ja das Promenadenwegerl entlang des Bacherls mit Mini-​Kaskaden zwischen saftigen Grün. Da und dort schmückt auch das dunkle rosa der Alpen-​Nelken (Dianthus alpinus) den Wegesrand. Sarah gefällt dieses Wegstückerl sehr gut, aber ich sag nur "Woart nur ab bis ma den Wüdensee segn!" Berg-​Azubis müssen nämlich ganz vorsichtig mit dem "Virus" geimpft werden. Aber auch ich freu mich schon auf den Ausblick, von dem ich immer wieder beeindruckt bin. Noch einige hastige Schritte hinüber in die Steiermark und *taaataaa*. Ich präsentiere: Der Wildensee. Dunkles Wasser umgeben von grün, grau gefleckten Hängen. Sehr fein das ist Die Liegewiese ist inzwischen schon vom Vieh belegt worden, so tummeln sich schon etliche Wanderer am Nordufer. Auch wir flitzen hinunter um am Wasser gemütlich eine kühle Pause einzulegen. Natürlich kann ich's nicht lassen und flitze hinein ins kühle Nass. Oh Mann, grenzwärtig saukaulte Gschicht. Kein Wunder nach dem kürzlichen Wintereinbruch. Sarah bevorzugt eher die Zehen-​Temperatur-​Messmethode. Gut abgetrocknet fühle ich mich nun wieder topfit.

Da ich schon ewig nicht mehr das Appelhaus besucht habe und auf die Schnelle auch keine Wegzeiten finden konnte, rechne ich mit weiteren zwei Stunden wandern am Plateau. So rasten wir etwa nur eine halbe Stunde, um nicht allzu spät bei der Hütte einzutrudeln. Durch ein Kuh-​Trauma in jungen Jahren ist der Weg mitten durch das Vieh für Sarah recht unangenehm. Aber die Viecher sind eher mit grasen beschäftigt, als uns zur Kenntnis zu nehmen. Ich vermutet sowieso, dass die Tiere (vermutlich Schottisches Hochlandrind) mit dem dichten und langen Fell über den Augen sowieso nix sehen

In leichtem Auf und Ab führt uns der Weg zur wunderschön gelegenen Wildenseealm. Im Vordergrund die vielen kleinen Almhütten zwischen saftigem Gras – naja eher ein Lägerflur mit viel Alpen-​Ampfer (Rumex alpinus) – und im Hintergrund lässt sich gestochen scharf König Dachstein blicken. Der Gletscher mit viel Neuschnee funkelt richtig in der Ferne. Wunderschön. Außerdem werde ich am Dienstag seiner Majestät einen Besuch abstatten. Irgendwie bin ich schon total nervös und freu mich auf die Tour ganz besonders. So kreisen meine Gedanken hauptsächlich um die Dachsteinbesteigung bis wir um 1625 am Appelhaus nach gut 1h15min ab Wildensee eintrudeln. Glücklicherweise schenkt der Wirt auch "An Gspritzn Most" aus, ein optimales Erfrischungsgetränk bei hochsommerlichen Temperaturen.

Auf der schönen Terrasse verbringen Sarah und ich dann einen angenehm warmen und sehr gemütlichen Nachmittag und Abend. Lobenswert auch die gute Küche mit vielen schmackhaften Gerichten. Nach den exzellenten Steirerkasnocken war aber einfach kein Platz mehr für einen Kaiserschmarrn. Bis 2300 sitzen wir noch draußen und betrachten den grandiosen Sternenhimmel, der vom wunderschönen Band der Milchstraße geschmückt wird. Perfekter Hüttenabend.

Kommentare

Brunhild schrieb am 17.11.2010 um 15:29

Habe den Luttensee und den Wildensee gesucht und gewunden, recht vielen dank.
LG:
Brunhild

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