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6. Mai 2009

Teufelshöhle bei Kremsmünster

(gepostet im Bereich Geologie)

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Eigentlich habe ich ja meine Geocaching-​Karriere beendet. Doch ab und zu schau ich mir schon noch neue Caches an, denn die Cacher sind recht umtriebig und kennen wirklich fesche Platzerl, die dann nur Ortsansässigen bekannt sind. So hat Jürgen vor kurzem die Teufelshöhle bei Kremsmünster "bedost". Als ich die Fotos sah, hab ich mir gleich gedacht: "Do muas i hi!"

Die Anfahrt klappt zielgenau. Auf der Schliebacher Landesstraße zweigt etwa auf Höhe Firma Greiner ein Schotterstraßerl entlang des Baches ab. Beim Wegweiser & Wegmarkierung kann geparkt werden. Der Weg führt schön oberhalb des Baches, der sich teilweise recht tiefe eingegraben hat. Hier blüht inzwischen auch schon der Bärlauch (Allium ursinum) und die Goldnessel (Lamium galeobdolon). Generell scheint es sich hier um einen Schluchtwald (oder eine verwandte Pflanzengesellschaft) zu handeln. Überall wächst hier Berg-​Ahorn (Acer pseudoplatanus). In der Krautschicht findet sich ein bunter Artenmix. An einem Fleckerl wachsen gleich mindestens 10 Exemplare Türkenbund (Lilium martagon), die wohl in 1-​2 Wochen blühen werden.

Schon bald sehe ich einige Nischen und Höhlen im Konglomerat (Nagelfuh?) und muss natürlich gleich überall reinkraxeln. Eine Höhle zu der nur ein Stichweg führt ist recht geräumig und wechselt oft die Richtung. Hier gibt es viele, viele Spinnen. Auch echte "Trümmer" wie die große Höhlenkreuzspinne (Meta menardi). Leute mit Arachnophobie haben hier sicher nix verloren. Hier würde meine Ixus gute Dienste leisten. Für Markoaufnahmen mit der Spiegelreflexkamera würde ich einen Ringblitz benötigen. An der Decke finden sich schon einige Sinterbildungen, darunter auch eine kleine Sägezahnleiste. Leider ist durch den Ruß von Fackeln der Sinter geschwärzt. Vom weißen Glanz ist nur manchmal ein Restchen über.

Die eigentliche Attraktion ist der Platz, wo der Bach über eine Konglomeratstufe fließt und sich ein großer Sinterfuß (oder doch Kalktuff?) gebildet hat. Hier hat der organische Bewuchs mit Algen und Bakterien vermutlich kräftig mitgeholfen. Auf jeden Fall ist dieses Gebilde absolut sehenswert. Schaut aus wie ein versteinerter Wasserfall. Mit den umgebenden Höhlen wirkt die ganze Sache wie aus einem Fantasyroman. Taugt ma! In der rechten Höhle gibt es dann schöne Sinterbildungen. Natürlich knipse ich unzählige Fotos, die aufgrund des stark bewölkten Himmels und der späten Tageszeit eine lange Belichtungszeit erfordern. Ein alter Ast wird als Stativ genutzt, trotzdem sind die Ergebnisse von der verwackelten Sorte. Aber egal, da schau ich sicher bald wieder her. Dann mit Stativ.

Natürlich ist so ein "magisches" Platzerl auch sagenumwoben. So heißt es im Oberösterreichischen Sagenbuch:

In der Teufelshöhle bei Kremsmünster sahen Leute öfter seltsam geformtes Geschirr, konnten aber nie dazu kommen. Ein Student, der es versuchte, fand nur mit Mühe heraus. Kinder, die Erdbeeren pflückten, wurden einst durch heftiges "Rodeln" unter den Füßen erschreckt. Auch sollen um die Höhle Flämmchen herumgeflogen sein. Vor 100 Jahren zeigte man noch den Stein, in den der Teufel seine "Pratzen" eingedrückt hatte.


Kommentare

heinrich stadler schrieb am 21.01.2010 um 21:28

ich finde es sehr interessant daß du über diese höhle schreibst als bub bin ich mit meinen frenunden immer in dieser höhle beim vesteckten rauchen gewesen auch damals hat es schon sehr viele spinnen in der höhle gegeben das war 1968

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