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1. Oktober 2023

Hirschwaldstein

(gepostet im Bereich Berg)

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Wir nutzen das herrliche Herbstwetter für eine kurze Vormittagstour zum Hirschwaldstein. Heute begleitet uns Familie Loitelsberger. Wir starten um 0930 und im schattigen Wald ist es bereits angenehm warm. Kein Wölkchen ziert den tiefblauen Himmel. Unschwer erreichen wir nach etwa 1h Gehzeit den kleinen Gipfel im Wald mit der Rastbank. Wir platzieren unsere Reisesteine und legen nur eine kurze Pause ein, bevor wir zur Burg retour flitzen.

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21. August 2023

Pühringerhütte - Almsee

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Um 06:00 kündigt sich erneut ein schöner Sommertag an. Ich bin gut erholt und fühle mich fit. Ohne Frühstück breche ich auf. Ruhig liegt der Elmsee unter dem Morgendunst und der Salzofen wird schon wunderschön von der Sonne angestrahlt. Am Weg zum Röllsattel treffe ich ein paar Gämsen. Der Abstieg über den Sepp-​Huber-​Steig zum Almsee geht flott und nach 3 Stunden erreiche ich wieder den Ausgangspunkt. Nach den vielen einsamen Stunden im Toten Gebirge freue ich mich auf meine Familie und die Hängematte im Garten.

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20. August 2023

Almtaler Sonnenuhr

(gepostet im Bereich Berg)

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Der Elferkogel der Almtaler Sonnenuhr steht schon lange auf meiner Wunschliste. Außerdem kann ich von dort auch noch den Zehner-​ und Neunerkogel mitnehmen. Da sich ein ausgesprochen schöner und niederschlagsfreier Sommertag angekündigt hat, steht dieser langen Überschreitung nichts mehr im Weg.

Bei meinem Aufbruch am Almsee um 06:30 Uhr ist es bereits sehr warm. Interessanterweise ist so früh am Morgen schon einiges los, und auch im Wald stehen Autos und Fahrräder. Der Weg durch die Röll ist dank der wunderbaren Aussicht kurzweilig. Trotzdem bin ich froh, als ich die Forststraße verlasse und mich der Weg ins Grieskar führt. Bemerkenswert sind heute die vielen Rotflügeligen Schnarrschrecken (Psophus stridulus), die mit ihrem charakteristischen Schnarrgeräusch davonfliegen. Der Grieskarsteig führt nun kompromisslos bergauf. Bei der ersten großen Gumpe mache ich eine Trinkpause, und ich begegne einer vierköpfigen Wandergruppe, die die komplette Almtaler Sonnenuhr in einem Tag überschreitet. Ich erfahre auch, dass heute eine Bergmesse am Zwölferkogel stattfindet. So reift der Gedanke, ebenfalls noch den Zwölfer zu besuchen. Da ich heute auf der Pühringerhütte übernachte, habe ich ja mehr als genug Zeit.

Kurz vor der Grieskarscharte steige ich rechts über die Platten auf und spare mir den Weg über den Rabenstein. Der Dachsteinkalk ist griffig, und in der Verschneidung komme ich gut vorwärts. Erst beim Rückblick ins Kar wird mir die Steilheit des Geländes bewusst. Rasch lasse ich die Kalkplatten hinter mir, und ein schöner Wiesenabschnitt mit viel Blauem Eisenhut (Aconitum napellus) folgt. Unschwer erreiche ich dann den Hauptgipfel des Zwölferkogels. Die Bergmesse ist kurz vor dem Ende. Ich komme gerade noch rechtzeitig, um mir den Segen abzuholen. Um der Menschenmenge zu entgehen, breche ich, nach kurzer Pause, wieder auf und raste erst im Schatten der Eiskapelle (Kat.Nr. 1627/19), die ich genau um 12:00 Uhr erreiche. Das Schneedepot im Inneren der Höhle sorgt für angenehme Kühle bei diesen hochsommerlichen Temperaturen auf 2000 Meter.

Die Wegfindung zum Elferkogel ist einfach. Ich folge den Steinmännern zu den Wiesenflecken hinauf zum Rücken, der vom Hochbrett nach Norden verläuft. Für den Weg zum Gipfel, mit kleinem Kreuz, benötige ich eine gemütliche Stunde. Oben bin ich von der großartigen Aussicht überrascht. Rabeder erwähnt, dass diese Aussichtskanzel zu Unrecht selten besucht wird. Beeindruckend ist der Anblick der gewaltigen Platten des Zwölferkogels.

Um den Zehnerkogel zu erreichen, muss man zuerst wieder zurück in Richtung Hochbrett gehen und über die schönen, stark verkarsteten Platten wandern. Ich entschließe mich jedoch für die direkte Linie, die mich in stark verblocktes Gelände führt. Obwohl dieser Weg deutlich kürzer ist, bin ich vermutlich sogar langsamer, und ich verbrauche viel mehr Kraft. Nach 45 Minuten stehe ich dann am Gipfelkreuz des Zehnerkogels.

Auch der weitere Weg zum Neunerkogel ist einfach zu finden und führt durch riesige Karrenfelder. Alle Kleinformen des Karsts sind hier wunderschön ausgeformt. Besonders die Trittkarren gefallen mir. Um 15:40 erreiche ich dann den Neunerkogel. Inzwischen ist es sehr heiß. Kaum ein Lüftchen weht, und die Felsen sind ebenfalls schon aufgeheizt. So wird der Marsch zum nahen Röllsattel zur Strapaze. Die spärlichen Steinmänner sind schwer zu finden. Immer wieder verliere ich kurz den Weg und muss zum letzten Steinmann zurückwandern. Von meinem Wasservorrat ist nur wenig übrig. Als ich dann endlich den markierten Weg sehe, sind meine 2,5 Liter aufgebraucht. Der Gaumen ist staubtrocken, und der Traubenzucker löst sich auch nicht mehr auf. Am markierten Weg schleppe ich mich dann 30 Minuten zur Pühringerhütte. Ein kühler Radler erfrischt dann besonders gut.

Bei tief stehender Sonne nehme ich noch ein Bad im Elmsee und genieße die Ruhe am Jausenstein. Der Abend klingt dann auf der Terrasse der Hütte aus. Ich treffe eine Gruppe Botaniker der Uni Graz, die die hiesige Moosflora kartiert. Das Gebiet wurde bis jetzt noch nicht bearbeitet. Die Fachsimpelei macht Spaß. Pünktlich um 22:00 beziehe ich das Lager.

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15. August 2023

Über den Wirersteig zum Schwarzensee

(gepostet im Bereich Berg)

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Wir verbringen ein paar schöne Tage am Campingplatz Berau am Wolfgangsee, einem ausgezeichneten Ausgangspunkt für Wanderungen in der Umgebung. Heute steht der Schwarzensee via Wirersteig am Programm. Es ist wieder sehr heiß und wir sind froh, als wir die Straße verlassen und entlang des Schwarzenbachs kühle, schattige Wegabschnitte erreichen. Kurz vor dem Bauernhaus mit frischem Holzofenbrot rettet Erik einen Braunen Bär (Arctia caja) der sich auf der Straße niedergelassen hat, und platziert ihn wieder auf der Wiese. Die Straße endet beim 1908 erbauten Elekritzitätswerk der Energie AG. Durch die kaputten Glasscheiben kann man einen guten Blick ins Innere werfen. Im Gegensatz zum Gebäudeäußeren ist das Innere picobello sauber.

Nach dem Kraftwerk beginnt der Wirersteig. Der Steig ist nach Franz Wirer von Rettenbach, Kurarzt in Bad Ischl und später Leibarzt von Kaiser Franz I., benannt. Ursprünglich waren hier Holzstiegen vorhanden, die später durch dauerhafte Metallstiegen ersetzt wurden. Der landschaftlich sehr schöne und teilweise doch ausgesetzt Steig führt durch einen Schluchtwald, wo einige Eiben (Taxus baccata) und auch der Voralpen-Spindelstrauch (Euonymus latifolius) zu entdecken sind. Eine Alpen-Waldrebe (Clematis alpina) blüht ebenfalls. Am schattigen Felshand gedeihen typische Arten der Kalk-​Felsfluren: Kurzähren-Segge (Carex brachystachys), Felsen-Baldrian (Valeriana saxatilis) und Salzburger Augentrost (Euphrasia salisburgensis). Nach einem letzten steilen Stückchen geht es dann recht eben bis zum Schwarzensee, den wir nach rund 1h Gehzeit erreichen. Nun um 10:30 ist es bei der Lore schon ziemlich voll und die guten Schattenplatzerl unter den Bäumen sind schon vergeben, aber wir ergattern noch einen Tisch mit zwei Sonnenschirmen. Die Bedienung ist lustig und flott. Das Essen schmeckt. Beeindruckt bin ich von den knusprigen Stelzen, die reihenweise serviert werden. Um 11:00 würde ich so eine Portion noch nicht schaffen. Die Kids finden die Enten lustig, die durch den Gastgarten streifen und um Futter betteln.

Es ist inzwischen so richtig heiß und Erik kühlt sich noch im Schwarzensee ab, bevor wir wieder absteigen. Im See kann Erik zwischen den häufigen Aiteln (Squalius cephalus) schwimmen. Glücklicherweise verläuft der Sattelweg im schattigen Wald. Nur kurz vor dem Mostbauern, brennt es erbarmungslos runter. Nun ist es aber nicht mehr weit bis zum Campingplatz, wo wir einen entspannten Badenachmittag verbringen, bis uns ein typisches Salzkammergut-​Gewitter ins Zelt treibt.

Fazit: Ein Ausflug zum Schwarzensee ist eine sehr schöne Vormittagstour. Bei nicht allzu heißem Wetter empfiehlt sich der weitere Weg bis zur Gschwandtner Alm und ein Besuch der Moorkomplexe, die aus botanischer Sicht sehr lohnend sind. Obwohl es am Campingplatz Berau sehr beengt ist, gefällt mir der Stützpunkt. Besonders die Pizzeria ist sehr gut.

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