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22. September 2019

Zuckerhut-Runde

(gepostet im Bereich Berg)

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Das herrliche Herbstwetter hält an und eine kurze Vormittagstour um den Zuckerhut in der Grünau bietet für Familie Loitelsberger und Familie Bergfexing eine feine Runde. Wie üblich starten wir um 0930 beim Askö Heim im Grünau und folgen dem beschilderten Weg zur Irrer Alm. Die Straße wird rasch sehr steil, was den Kids gar nicht gefällt. Aber am Wegrand gibt es immer viel zu entdecken. Heute ist es as große Drüsige Springkraut (Impatiens glandulifera), das mit seinen explodierenden Kapselfrüchten immer wieder lustig ist. Diese gut mannshohe Pflanze hat sein ursprüngliches Verbreitungsgebiet in Indien bis zum Himalaya und breitet sich in Europa seit vielen Jahrzehnten invasiv entlang von Wasserläufen aus. Eine weitere Attraktion ist ein morscher Baumstumpf der hunderten kleiner Pilzhüte bedeckt ist. Der Gesäte Tintling ( Coprinellus disseminatus) macht seinem Namen hier alle Ehre. So vergeht die Zeit wie im Flug und nach rund 1h erreichen wir die sonnige Irrer Alm, wo wir eine lange Jausenpause einlegen. Loiti, Anja und ich holen uns noch den nahe gelegenen Geocache auf der Geländestufe oberhalb. Während diese Fläche in der zweiten Maihälfte von tausenden Stern-​Narzissen geschmückt sind, sorgen heute die Herbstzeitlosen (Colchicum autumnale) für einen lilafarbenen Aspekt. Um die Runde zu komplettieren, wandern wir auf der Nordseite gemütlich bergab. Leider fällt die Schwammerlsuche heute erfolglos aus. Alle Maronen-Röhrlinge (Imleria badia) sind schon sehr alt und madig. Der Retourweg ist deutlich länger und wir legen ein paar gemütliche Pausen ein. Erik entdeckt hierbei einen stattlichen Lederlaufkäfer (Carabus coriaceus). Nach gut 1h30min erreichen wir wieder den Ausgangspunkt.

Fazit: Die Runde gefällt auch im Herbst, aber ich freue mich schon wieder auf die Narzissenblüte!

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15. September 2019

Pyhrner Kampl

(gepostet im Bereich Berg)

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Schon wieder habe ich unzählige Abende damit verbracht den Artikel zum Toten Gebirge in der Wikipedia komplett neu zu schreiben. Jahrmillionen von biologischen Ablagerungen schufen den hiesigen Dachsteinkalk, die Eiszeiten gestalteten die Landschaft und der Alpenslawen-​Stamm der Stoderaner hinterließ unzählige Flurnamen. Ein faszinierendes Gebiet. Dieses Wissen muss jetzt irgendwie "raus" bzw. "hinauf" und so nutze ich die Hössbahnen um sehr bequem über die Waldgrenze zu gelangen. Im Gepäck meine alte Spiegelreflexkamera und eine leere Speicherkarte. Es ist Doku-​Time

Das Wetter ist heute optimal. Kein Wölkchen trübt den fettblauen Himmel und der Wind ist schwach. Noch ist wenig los als ich um 0900 von der Bergstation runter zum Höss-​Express wandere. Rinder als auch Pferde grasen auf den Skipisten. Die Almen der Hutterer Böden und der Hutterer Höß besitzen die größte Weideflächen im oberösterreichischen Teil des Toten Gebirges. Superfaul geht's dann mit dem Sessellift hinauf zum Hößkogel, wo mich dann gleich ein bombastisches Panorama vom Salzsteigjoch bis zum Kleinen Priel erwartet. Es wird geknipst was das Zeug hält: Sämtliche Gipfel, Gebäude, Lifte, Schafkogelsee, Kühe, Steine, Pflanzen,... Die beiden Aussichtsplattformen Dachsteinblick und Schafkogel werden selbstverständlich auch besucht. Die Einblicke in die Prielgruppe werden immer besser. Die vielen Täler im Ostabfall wurden von Gletschern ausgeschürft. Sie haben tief eingesenkte Hochkare mit anschließenden steil abfallenden, durch Rundhöcker gekennzeichnete Gletschergassen hinterlassen. Besonders schön ist dies am U-​förmigen Trogtal der Dietlhöll zu sehen. Beim Fotografieren und Staunen vergeht die Zeit wie im Flug. Doch ich muss einem straffen Zeitplan folgen, denn der Weg ist noch weit. Rasch lasse ich die grünen Weiden der Hutter Höß und der Schafkögel hinter mir und der herrliche Schrocken-​Nordgrat beginnt. Das gesamte Gebiet wird vom Hauptdolomit dominiert, der zu feinem, würfeligen Felsgrus verwittert. Am Grat finden sich oft auffällig gelb gefärbte Kalksteine und löchrige Rauwacke. Die geologische Karte gibt hier nur Hauptdolomit an. Mal nachforschen Die Gratwanderung ist wieder vom Feinsten. Herrliche Tieflblicke ins sanfte Rottal bilden eine schönen Kontrast zum wild zerklüfteten Weißenbachtal. In der Ferne grüßt König Dachstein. Den Gipfel des Schrocken erreiche ich um 1030. Die unbehinderte Aussicht ist herrlich. Trotzdem verweile ich nur kurz, denn ich möchte heute noch das Pyhrner Kampl überschreiten. Und die Aussicht begleitet mich sowieso. Am Grat blühen gerade Rauer Kranzenzian (Gentianella aspera), Alpen-Nelke (Dianthus alpinus) und Blaugrüner Steinbrech (Saxifraga caesia) im Polsterseggenrasen. Die Elmscharte ist rasch erreicht. Hier endet der markierte Weg und Steinmänner weisen mir den Weg in die Nordflanke. Der Hauptdolomit endet hier und im schön gebankter Dachsteinkalk lässt sich der direkte Grat leicht umgehen. Um 1115 bin ich dann am einsamen Westgipfel. Von hier ergibt sich eine neue Perspektive auf den Höchmölbing und die Mölbingschütt. Sieht fast ein bisschen aus wie in den Sextener Dolomiten. Wieder verweile ich nur kurz und wandere über unerwartet saftige Urwiesen hinüber zum nahen Ostgipfel, der schöne Tiefblicke ins Loigistal sowie Einblicke in die kahle Kalkwüste des Warschenecks bietet. Nun ist es Zeit für eine 30minütige Jausenpause. Die Ruhe und die Einsamkeit hier oben ist einfach genial.

Der Abstieg erfolgt weglos in der Südostflanke. Hier gibt es einen schönen Bestand der Alpen-Kratzdistel (Cirsium spinosissimum). Wenige Minuten später stoße ich auch schon wieder auf den markierten Weg, der mich durch eine wunderschöne Karstlandschaft hinauf zur Elmscharte führt. Viele tiefereichende Dolinen sind immer noch mit Schnee gefüllt. Am Rand dieser findet sich oft die Gämskresse (Hornungia alpina) sowie einige Nachzügler des Frühlingsenzians (Gentiana verna). Erst in der Elmscharte treffe ich wieder auf Wanderer und am Gipfel des Schrockens ist sehr viel los. Am Weg retour zur Höß treffe ich noch meinen Arbeitskollegen Timur. Während ich in Fleece und Haube marschiere, ist er kurzärmlig unterwegs. Kein Wunder, in seiner Heimatstadt Omsk ist er andere Temperaturen gewohnt. Am Schafkogelsee angelangt, muss ich mich erst an die Menschenmassen gewöhnen. Auch viele Gleitschirmflieger sind bei diesem Kaiserwetter unterwegs. Also gibt's auf der Hössalm für mich nur ein gaches Abschiedsseiterl bevor ich mich auf den Heimweg mache.

Fazit: Das Tote Gebirge ist herrlich. Die intensive Recherchearbeit schärft den Blick für unbekannte Details und es gibt plötzlich viel mehr zu entdecken. Diese einsame Karstlandschaft hat mich intensiv in ihren Bann gezogen. Heimat...

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25. August 2019

Ödseen

(gepostet im Bereich Berg)

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An diesem heißen Sommertag flitzen Familie Loitelsberger und Bergfexing in die kühle Hetzau. Die gleiche Idee hatten auch viele andere Naturliebhaber und beim Almtalerhaus ist schon ordentlich was los. Wir machen uns es jedoch zuerst am Straneggbach gemütlich. Mit seinem breiten Flussbett mit unzähligen Schotterbänken und kleinen sowie großen Gerinnen lädt dieser Alpenbach-​Prototyp zum Erkunden und Spielen ein. Das eiskalte Wasser macht den Kindern nichts. Zumindest solange bis die Füße knallrot sind Die 1400m hohe Nordwand des Schermbergs liefert hierzu die prachtvolle Kullisse. Der Vormittag vergeht wie im Flug und nach einem ausgezeichnetem Mittagessen, besuchen wir noch die Ödseen. Loiti hat wie immer seine Geocaches im Visier und unterwegs zum Kleinen Ödsee sammeln wir die Daten für den Multi. Beim Kleinen Ödsee staunen wir nicht schlecht, fehlt doch wohl 1m vom üblichen Niveau, leicht erkennbar am Steg der komplett im Trockenen liegt. Anja erkundet die trockengefallene Fläche und versumpft gleich mal Schlick, wobei ein Schuh verlustig wird. Dank Knüppeldamm können wir den Schuh noch retten Nach ausgiebiger Rast besuchen wir dann noch den Großen Ödsee, wo wir eine Badepause einlegen. Es ist einfach herrlich in dieser Kulisse zu schwimmen. Ein bisschen schräg sind jedoch die vielen Elritzen (Phoxinus phoxinus) die meine Füße anknabbern. Erfrischt geht es retour zum Almtalerhaus, wo wir auf Familie Riedl treffen. Bei Kaffee & Kuchen vergeht die Zeit wie im Flug.

Noch immer ist es ein wunderschöner Sommertag, also besuchen wir noch den wirklich tollen Spielplatz in Grünau. Erst hier bemerken wir wie heiß es eigentlich ist. Besonders die Halfpipe und das Karussell sind sehr begehrt. Inzwischen ist es schon 1800 und großer Hunger macht sich bemerkbar. Hier kann glücklicherweise die nahe gelegene Einkehr (ex Schaiten) Abhilfe schaffen. Loiti kann unterwegs auch noch einen Geocache abgreifen. Im schönen Gastgarten werden köstliche Spezereien kredenzt. Der Chef spendiert den Kindern sogar noch eine Eistüte.

Fazit: Die Grünau ist super und bietet alles was es für einen tollen Familienausflug braucht. Vielleicht das nächste Mal mit Übernachtung im Almtalerhaus.

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18. August 2019

Moaralmsee

(gepostet im Bereich Berg)

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Zu unserem Hochzeitstag haben sich Sarah und ich einen Kurzaufenthalt im Höflehner's gegönnt. Bevor wir wieder heimfahren, besuchen wir noch kurz den nahe gelegenen Moaralmsee. Wir starten um 1015 bei der Stanglalm und müssen zuerst mal ein paar neugierige Pferde vertreiben, damit ich überhaupt den Kofferraum zumachen kann. Das Wetter ist herrlich. Fettblauer Himmel und kein Wind. Eine Forststraße führt uns zuerst zum Talschluss und dann in einigen Kehren hinauf zur Geländestufe. Dort endet endlich die Straße und ein schöner Wanderweg beginnt. Immer werden wir von unzähligen Wasserläufen begleitet. Eine willkommene Abwechslung zum stark verkarsteten Kalk etwas nördlich. Nach gut einer Stunde erreichen wir den herrlich gelegenen Moaralmsee. Unmittelbar südlich befindet sich der Höchstein, mit 2543m die höchste Erhebung im Gebiet, der den türkisblauen Bergsee schön umrahmt. Die Pause fällt kurz aus, da uns der Hunger schon wieder talwärts treibt. Bei der wunderschönen Stanglalm, mit vielen Spielmöglichkeiten für Kinder, werden wir bestens bewirtet. Das Essen hier schmeckt mir deutlich besser als im Hotel Und ein Steirerkasbrot steht bei mir sowieso immer hoch im Kurs!

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