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14. Februar 2021

Höhlen in der Teufelsleiten bei Kremsmünster

(gepostet im Bereich Geologie)

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TeufelshoehleKremsmuenster20200213.jpgzoomPicture

The Beast from the East, ein massiver Einbruch polarer Kaltluft, soll im Feber wochenlang für klirrende Kälte sorgen. Nachdem sich der Polarwirbel aber doch nicht aufgelöst hat, wurden die Prognosen rasch wieder revidiert. Für ein paar Tage mit knackigen -15 °C hat es aber schon gereicht. Bei diesen Temperaturen gibt es Eis vom Feinsten. Nicht nur das Eislaufen auf den Schacherteichen ist ein Traum, sondern auch die Höhlen in der Teufelsleiten müssten einen schönen Eisschmuck tragen. Beim Stichwort "Höhlen” waren Julia und Erik dann nicht mehr zu bremsen und die beiden begleiten mich zu unserer ersten Arktisexpedition.

Nach dem Mittagessen starten wir bei herrlichem Sonnenschein und eisigem Wind. Wir sind bestens ausgerüstet, trotzdem beißt der Wind ganz schön im Gesicht. Flott folgen wir dem Tempetal-​Wanderweg hinein in den Wald, wo es schon ein bisserl angenehmer ist. Nach den Stufen findet sich links schon ein kleine Höhle mit großen Eiszapfen die gleich inspiziert wird. Doch wir wollen weiter zur großen Attraktion. Dem Wasserfall mit der markanten Kalktuffnase, die von der Konglomerathöhle I (Kat. Nr. 1674/2) und Konglomerathöhle II (Kat. Nr. 1674/3) umrahmt ist. Bei unserer Ankunft werden wir nicht enttäuscht. Wunderschöne Eisskulpturen in allen Formen haben sich beim Wasserfall und in den Höhlen gebildet. Die Kids erkunden alles ganz genau. Auch sie haben ihre Kameras im Gepäck. In jeder Ecke finden sich wieder einzigartige Eiszapfen. Besonders im Bereich mit den kleinen Sinterbecken finden sich fantastische Formen. Aufgrund der Windstille lässt es sich hier länger aushalten. Den Abschluss bildet wie immer ein Besuch der eigentlichen 33 Meter langen Teufelshöhle (Kat. Nr. 1674/1) etwas nordwestlich der Kalktuffnase. Erik geht schon mal vor und kommt rasch wieder zurück. Aufgeregt meint er: "Papa, da gibts Eisschwammerl! Des muast da anschaun!” Tatsächlich haben sich auf dem trockenen Laub kleine Eis-​Stalagmiten gebildet, während sich auf der Höhlendecke kein Eis findet. Das muss natürlich ausführlich dokumentiert werden.

Nach gut einer Stunde haben die Kinder schon sehr kalte Hände und Füße. Auch der heiße Tee vermag die Gliedmaßen nicht so recht aufzutauen und wir beenden unsere Expedition. Eine gemütliche Couch-​Session vor dem Ofen haben wir uns jetzt redlich verdient.

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