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30. April 2020
Maisenkögerl via Bräumauer III
(gepostet im Bereich Berg)
Da nun auch Bergfexing Dad Wind von der Bräumauer-Maisenkögerl Partie bekommen hat, kann ich ihm diese Tour nicht länger vorenthalten. Wieder starten wir um 1700 im Tießenbachtal. Die starke Bewölkung lichtet sich rasch und wir erhaschen noch etliche Sonnenstrahlen. Durch die letzten Niederschläge hat das Pflanzenwachstum einen ordentlich Schub erhalten. Alpen-Heckenkirsche (Lonicera alpigena) und Gewöhnliche Heckenkirsche (Lonicera xylosteum) blühen im schattigeren Basisbereich der Bräumauer. Am sonnigen Felsriegel blühen Alpensteinquendel (Acinos alpinus), Zypressen-Wolfsmilch (Euphorbia cyprassias) und Schwalbenwurz (Vincetoxicum hirundinaria). Kurz vor dem Kreuz der Bräumauer dann noch immer die Felsenbirne (Amelanchier ovalis). Die Blüten der Echte Mehlbeere (Sorbus aria) werden sich auch bald öffnen. Nach obligaten 1h Aufstieg erreichen wir den einsamen Gipfel. Das selbst mitgebrachte Bier und die Jause schmecken. Abstieg wie Aufstieg. |
22. April 2020
Maisenkögerl via Bräumauer II
(gepostet im Bereich Berg)
Bei diesem prächtigen Frühlingswetter benötige ich dringend eine After-Work-Tour. Also geht es wie geplant wieder auf die Bräumauer und das Maisenkögerl. Der Parkplatz unterhalb der Ruine ist mit dem Hinweis auf COVID-19 gesperrt, aber die Ausweichmöglichkeit gegenüber bietet Platz für drei Autos. Eigentlich egal, denn um 1700 bin ich allein im Tießenbachtal. In den letzten zwei Monaten hat sich die Pflanzenwelt prächtig entwickelt und die Buchen (Fagus sylvatica) haben schon große hellgrüne Blätter. Herrlich wird es dann am sonnigen Felsenriegel der Bräumauer wo alle Sträucher der Felsenbirne (Amelanchier ovalis) in Blüte stehen. Die knorrigen Bäume entpuppen sich anhand der Belaubung als Exemplare der Echten Mehlbeere (Sorbus aria). Ein wirklich sehr schöner und dichter Bestand mit bis zu 10 Meter hohen Bäumen. Diesen Abschnitt mag ich besonders, vermittelt er ja schon Bergflair auf niedriger Höhe. Die hiesigen bunten Jurakalke wurden während der Gebirgsbildung in senkrechte Stellung geschoben und die Bräumauer bildet somit auf die Stirn einer geologischen Schicht. Viel zu rasch erreiche ich über den Grat den windigen Gipfel, wo ich bei wolkenlosem Himmel den Blick ins Almtal genieße. Der Abstieg erfolgt wieder über die Bräumauer, wobei es beim kleinen Kreuz windstill ist. Somit lege ich bei herrlicher Abendsonne noch eine längere Pause ein. Das wär mal was für eine Wanderung bei Sonnenuntergang... |
22. Februar 2020
Maisenkögerl via Bräumauer
(gepostet im Bereich Berg)
Über die Bräumauer auf das Maisenkögerl ist eine mir unbekannte Tour, die sich heute aufgrund von Zeitmangel anbietet. Und eine sehr kurze Anfahrt nach Scharnstein ist auch von Vorteil. So starte ich um 0800 beim Parkplatz direkt unterhalb der Burgruine Scharnstein und folge dem bestens ausgetretenen Weg in die Wald in Richtung Bräumauer. Aufgrund der vielen roten Punktmarkierungen ist das Wegerl sowieso nicht zu verfehlen. Ich beschließe den Grat von ganz unten zu besteigen und zweige vom Hauptweg ab. Die Felsen sind noch im Schatten und eiskalt. Die Finger werden taub. Handschuhe hab ich natürlich keine im Gepäck. Ein Baum direkt am Grat zwingt mich kurz auf die Westseite auszuweichen. Flott bin ich aber wieder am Grat und der Normalweg mit den roten Punkten führt linkerhand herauf. Der Weg führt durch eine lichten Wald mit viel knorrigen Buchen und dichten Haselbüschen. Generell ist der wenig tiefgründige Boden sehr trocken und zwischen den Felsen wächst sehr viel Weißer Mauerpfeffer (Sedum album). Nach 30 Minuten erreiche ich das Meisenfenster und kurz danach das Gipfelkreuz der Bräumauer. Die Aussicht auf Scharnstein ist sehr nett. Trapez und Steineck sind noch etwas angezuckert, im Almtal schaut's jedoch schon nach Frühling aus. Nun verzweigt sich der Weg. Linkerhand ist der Normalweg, ich nehme jedoch den rechten Weg übers Wandl, wo eine Aluleiter den Aufstieg erleichtert. Sonnig und warm wandere ich nun über die Westschulter zum Maisekögerl. Kurz unterhalb des Gipfel, kann man wieder zwischen zwei Varianten wählen. Über den Westgrat (-II) oder zum markierten Normalanstieg. Ich kraxle natürlich durch den schönen Schneeheide-Rotföhrenwald zum Gipfel. Hier blüht aktuell die purpurfarbene Variante der Buchsblättrigen Kreuzblume (Polygala chamaebuxus). Generell erinnert mich die Vegetation hier sehr an die Sonnsteine am Traunseewestufer. Am Gipfel, den ich nach 1h10min erreiche, heißt es wie immer: "Herrgott, d'Hoamat is schen". Leider weht unangenehmer kalter Wind und nach kurzer Rast steige ich wieder über den Anstiegsweg ab. Als Alternative könnte man auch dem markierten Weg folgen und über den Graben zur Forststraße absteigen. Ich bleibe jedoch lieber in der Sonne. |
25. Jänner 2020
Kasberg
(gepostet im Bereich Berg)
Eine Tour über die Steyrer Hütte auf den Kasberg ist eigentlich ein alter Berger-Klassiker, dennoch brachte mich erst ein Bericht von Wilfried auf die Idee nach 16 Jahren Pause diese Runde erneut zu absolvieren. Der lange Zustieg durch den schattigen Katzengraben hielten mich lange davon ab. Zu Unrecht wie ich zugeben muss. So starte ich um 0900 im Brunnental und es schon viel los. Die Schitourengeher können schon am Parkplatz starten, aber auch Schneeschuh-Watschler und Bergfexen ohne Hilfsmittel sind unterwegs. Auch ich bin heute nur mit Bergschuhen unterwegs. Sicherheitshalber habe ich noch Gamaschen und Grödel im Gepäck. Hoch liegende Wolken dämpfen den Sonnenschein, die Temperaturen sind jedoch angenehm. Mit flotten Schritt marschiere ich durch den winterlichen Katzengraben. Der Wald oberhalb des Grabens ist jedoch aper. Schöne Eiszapfen säumen den Weg und so ist der Aufstieg recht kurzweilig. Nach rund 1h erreichen mich die ersten spärlichen Sonnenstrahlen. Ich beschließe noch die mir unbekannte AV Hütte auf der Ahornalm zu besuchen, die ich nach exakt 2h erreiche. Nach etlichen Fotos für die Wikipedia, wandere ich dann zur Steyrer Hütte, wo ich eine erste Pause einlege. Die Aussicht in die Hetzau mit der zentralen Prielgruppe ist von schon einmalig. Nun gehts weiter über die ehemalige Steyrlinger Kasbergalm hinauf zum Kasberggipfel. Die Spur ist schön hart gefroren und ich sinke kaum ein, dennoch ist der Anstieg im steilen Spitzkehrengelände Kräfte raubend und die mangelnde Kondition macht sich bemerkbar. Die Spur ist schmal und eisig. Vor mir rutscht eine Skitourengeherin aus und droht abzustürzen. Schnell packe ich sie am Arm. Nochmal gut gegangen. Schlauerweise haben alle Harscheisen mit, so wie ich die Grödel. Nur im Rucksack nutzen sie halt nix. Um 1245 erreiche ich den Gipfel und die Aussicht ist wie immer beeindruckend. Vom Kleinen Priel bis zur Schrott lässt sich die gesamte Nordseite des Toten Gebirges überblicken. Besonders gut gefällt mir das schön ausgeschürfte Tal der Hetzau. Man kann sich richtig gut vorstellen, wie der Gletscher vom Fleischbanksattel kommend herabfloss und sich beim Jagersimmerl mit dem Hauptast des Almtalgletschers vereinte. |























