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22. Februar 2020
Maisenkögerl via Bräumauer
(gepostet im Bereich Berg)
Über die Bräumauer auf das Maisenkögerl ist eine mir unbekannte Tour, die sich heute aufgrund von Zeitmangel anbietet. Und eine sehr kurze Anfahrt nach Scharnstein ist auch von Vorteil. So starte ich um 0800 beim Parkplatz direkt unterhalb der Burgruine Scharnstein und folge dem bestens ausgetretenen Weg in die Wald in Richtung Bräumauer. Aufgrund der vielen roten Punktmarkierungen ist das Wegerl sowieso nicht zu verfehlen. Ich beschließe den Grat von ganz unten zu besteigen und zweige vom Hauptweg ab. Die Felsen sind noch im Schatten und eiskalt. Die Finger werden taub. Handschuhe hab ich natürlich keine im Gepäck. Ein Baum direkt am Grat zwingt mich kurz auf die Westseite auszuweichen. Flott bin ich aber wieder am Grat und der Normalweg mit den roten Punkten führt linkerhand herauf. Der Weg führt durch eine lichten Wald mit viel knorrigen Buchen und dichten Haselbüschen. Generell ist der wenig tiefgründige Boden sehr trocken und zwischen den Felsen wächst sehr viel Weißer Mauerpfeffer (Sedum album). Nach 30 Minuten erreiche ich das Meisenfenster und kurz danach das Gipfelkreuz der Bräumauer. Die Aussicht auf Scharnstein ist sehr nett. Trapez und Steineck sind noch etwas angezuckert, im Almtal schaut's jedoch schon nach Frühling aus. Nun verzweigt sich der Weg. Linkerhand ist der Normalweg, ich nehme jedoch den rechten Weg übers Wandl, wo eine Aluleiter den Aufstieg erleichtert. Sonnig und warm wandere ich nun über die Westschulter zum Maisekögerl. Kurz unterhalb des Gipfel, kann man wieder zwischen zwei Varianten wählen. Über den Westgrat (-II) oder zum markierten Normalanstieg. Ich kraxle natürlich durch den schönen Schneeheide-Rotföhrenwald zum Gipfel. Hier blüht aktuell die purpurfarbene Variante der Buchsblättrigen Kreuzblume (Polygala chamaebuxus). Generell erinnert mich die Vegetation hier sehr an die Sonnsteine am Traunseewestufer. Am Gipfel, den ich nach 1h10min erreiche, heißt es wie immer: "Herrgott, d'Hoamat is schen". Leider weht unangenehmer kalter Wind und nach kurzer Rast steige ich wieder über den Anstiegsweg ab. Als Alternative könnte man auch dem markierten Weg folgen und über den Graben zur Forststraße absteigen. Ich bleibe jedoch lieber in der Sonne. |
25. Jänner 2020
Kasberg
(gepostet im Bereich Berg)
Eine Tour über die Steyrer Hütte auf den Kasberg ist eigentlich ein alter Berger-Klassiker, dennoch brachte mich erst ein Bericht von Wilfried auf die Idee nach 16 Jahren Pause diese Runde erneut zu absolvieren. Der lange Zustieg durch den schattigen Katzengraben hielten mich lange davon ab. Zu Unrecht wie ich zugeben muss. So starte ich um 0900 im Brunnental und es schon viel los. Die Schitourengeher können schon am Parkplatz starten, aber auch Schneeschuh-Watschler und Bergfexen ohne Hilfsmittel sind unterwegs. Auch ich bin heute nur mit Bergschuhen unterwegs. Sicherheitshalber habe ich noch Gamaschen und Grödel im Gepäck. Hoch liegende Wolken dämpfen den Sonnenschein, die Temperaturen sind jedoch angenehm. Mit flotten Schritt marschiere ich durch den winterlichen Katzengraben. Der Wald oberhalb des Grabens ist jedoch aper. Schöne Eiszapfen säumen den Weg und so ist der Aufstieg recht kurzweilig. Nach rund 1h erreichen mich die ersten spärlichen Sonnenstrahlen. Ich beschließe noch die mir unbekannte AV Hütte auf der Ahornalm zu besuchen, die ich nach exakt 2h erreiche. Nach etlichen Fotos für die Wikipedia, wandere ich dann zur Steyrer Hütte, wo ich eine erste Pause einlege. Die Aussicht in die Hetzau mit der zentralen Prielgruppe ist von schon einmalig. Nun gehts weiter über die ehemalige Steyrlinger Kasbergalm hinauf zum Kasberggipfel. Die Spur ist schön hart gefroren und ich sinke kaum ein, dennoch ist der Anstieg im steilen Spitzkehrengelände Kräfte raubend und die mangelnde Kondition macht sich bemerkbar. Die Spur ist schmal und eisig. Vor mir rutscht eine Skitourengeherin aus und droht abzustürzen. Schnell packe ich sie am Arm. Nochmal gut gegangen. Schlauerweise haben alle Harscheisen mit, so wie ich die Grödel. Nur im Rucksack nutzen sie halt nix. Um 1245 erreiche ich den Gipfel und die Aussicht ist wie immer beeindruckend. Vom Kleinen Priel bis zur Schrott lässt sich die gesamte Nordseite des Toten Gebirges überblicken. Besonders gut gefällt mir das schön ausgeschürfte Tal der Hetzau. Man kann sich richtig gut vorstellen, wie der Gletscher vom Fleischbanksattel kommend herabfloss und sich beim Jagersimmerl mit dem Hauptast des Almtalgletschers vereinte. |
30. Dezember 2019
Tannschwärze
(gepostet im Bereich Berg)
Als gemütliche Jahresabschlusstour spazieren Bergfexing Dad und ich auf die Tannschwärze. Im Zentralraum ist bis jetzt überhaupt kein Schnee gefallen, aber am Hengstpass gibt es von der weißen Pracht mehr als genug. Sowas spricht sich schnell herum und als wir kurz vor 1000 eintreffen, ist schon sehr viel los. Entlang der Straße hinauf zur Eggl Alm finden wir aber noch eine letzte Lücke. Das Wetter ist traumhaft. Fettblauer Himmel und funkelnder Pulverschnee. Auch auf den Bäumen liegt noch viel Schnee. Die Mehrheit der Bergfexen startet mit Skiern, Dad mit Schneeschuhen und ich ohne Hilfsmittel. Bei rund 40cm Schnee eine optimal Übung zum Kondischinden ;) Die Spur ist anfangs noch schön breit und pickelhart und wir kommen sehr flott voran. Im kurzen Spitzkehrengelände wird es dann doch etwas mühsam, aber die Gier nach den ersten Sonnenstrahlen lässt die Anstrengungen vergessen. Als ich endlich aus dem Schatten trete, wird es Zeit für einen ersten Rundumblick. Herrlich zeigen sich die Haller Mauern tief winterlich. Sogar im sehr steilen Gelände liegt noch viel Schnee. Auch im Toten Gebirge, vom Angerkogel bis zum Kleinen Priel, hat der Schnee den hellen Dachsteinkalk zugedeckt. Am Spitzenbergriedl ist der Schnee meist abgeblasen und ab hier geht es wieder leichter vorwärts. Nach kurzweiligen 1h30min erreichen wir den windstillen Gipfel der Tannschwärze. Jause+Zipfer schmecken bei diesem Kaiserwetter natürlich besonder gut. Kurz nach 1200 brechen wir wieder auf und auch ohne Ski sind wir flott wieder unten. So erreichen wir um 1235 den Ausgangspunkt. Fazit: Ein schöner Abschluss für das sehr abwechslungsreiche Bergjahr 2019. |
27. Oktober 2019
Gamsspitz und Brieglersberghöhle
(gepostet im Bereich Berg)
Das Tote Gebirge ruft wieder. Während des Kartenstudiums hat sich die Idee einer Gamsspitzüberschreitung vom Salzsteigjoch zum Sigistal festgesetzt. Unmarkiertes Neuland weckt die Neugier in mir und bezüglich Aussicht in alle Richtungen bietet diese Tour wohl auch schöne Einblicke. Unbekannt ist die Route nicht, obwohl sich im Rabeder nur Angaben vom Sigistal finden. Aber da am Gipfel ja ein Geocache liegt, gibt's auch eine kurze Tourenbeschreibung. Die Wegfindung sollte im freien alpinen Gelände für mich somit kein Problem sein ;) |





























. Während ich meinen letzten Proviant verputze, studiere ich noch die AV-Karte und entdecke die eingezeichnete 







