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16. Oktober 2006
(gepostet im Bereich Berg)
 
| Beinahe hätte ich's vergessen: Auf der AV Page gibt es inzwischen weitere meisterhafte Bilder von der Pyrenäen Tour im August. Fotograf Mr. Grinzinger hat inzwischen im aktuellen Land der Berge Heftl auch einen lässigen Artikel zum Thema Biwakieren im Gebirge verfasst. Ich sag nur: Wenns im Schlafsack originell muffelt ;) |
15. Oktober 2006
(gepostet im Bereich Berg)
 
 
 
 
 
 
| Und weils so schön war, gleich noch mal. Diesmal quasi als Pfadfinder für Mum, Dad, Roland und Monika. Inzwischen hat sich prächtiges Herbstwetter eingestellt. Um 0830 ist es noch etwas frisch mit lebhaftem Wind, dafür blitzblauer Himmel und wunderbare Laubverfärbung. Der Aufstieg über den Salzsteig klappt recht flott und nach 2h30min erreichen wir das Joch. Die nächsten Meter sind für die Truppe etwas knifflig. Anscheinend bin ich ausgesetzte Stellen inzwischen schon recht gewöhnt und kann mir gar nicht mehr vorstellen, dass sich hier jemand nicht ganz so wohl fühlt ;)
Aber nachdem wir das Weitenfeld erreichen hört man nur mehr: "Jo, do is echt sche!" und der Nervenkitzel ist vergessen. Heute passt wirklich alles: Optimale Fernsicht bis zum Alpenhauptkamm, Lärchen- und Grasverfärbung, Schwarzensee und Dachstein. Dieser Herbst ist ja schon wieder so optimal wie 2005.
Der Wind ist hier doch etwas frischer, aber in einer kleinen windstillen Mulde kann man noch gemütlich in der Sonne liegen und die wohlverdiente Jause verputzen. Glücklicherweise flaut der Wind gegen Mittag ab und am Gipfel kann in aller Ruhe die Fernsicht genossen werden. Da sich nun inzwischen eine feine Nikon D80 in meinem Besitz befindet, wird geknippst was das Zeug hält. Leider hat sich etwa zur Halbzeit ein Staubkorn am Tiefpassfilter eingenistet und daheim wird retuschieren angesagt sein.
Entlang des Grates zur Hochsteinscharte präsentiert sich die Landschaft noch einmal im Rampenlicht. Die neue Digicam wird gar nicht mehr ausgeschaltet und produziert feine Schnappschüsse am laufenden Band. Hier zwischen Stodertal und Grimmingböden ist es eigentlich viel schöner und abwechslungsreiche als am Großen Priel. Mit langen Schatten erreichen wir die Hochsteinalm, wo die Sonne noch angenehm zur Hütte scheint. Über den Normalweg trudeln wir gegen 1645 bei der Baumschlagerreith ein. Und ja: Heute gibt's Mohnpalatschinken 
Ein Herbsttagerl so wie's sein soll.
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30. September 2006
(gepostet im Bereich Berg)
 
 
 
 
 
 
 
 
 
| Im Talschluß des Stodertales gibt's eine, mir unbekannte Runde über das Salzsteigjoch zum Almkogel und retour über die Hochsteinalm. Dank Alpenvereinsführer und 25.000er Karte werde ich die unmarkierten Wegerl schon irgendwie finden. Wie sich später herausstellen wird sind die Bedenken aber unbegründet, da die Wegerl für mich echt einfach zum Finden sind.
Um 0815 starte ich bei der Baumschlagerreith zum Salzsteigjoch. Vom Kleinen Priel bis zum Großen Brieglersberg scheint schon die Sonne und nur wenige Wolkenfetzen zeigen sich. Leider sind über dem Salzsteigjoch und Almkogel einige Wolken, aber die werden sich schon noch verziehen. Der untere Teil des Salzsteiges ist zwar etwas feucht und rutschig, die Bedingungen bessern sich aber bereits nach wenigen Minuten und ein tadeloses Wegerl mit neuen Sicherungen führt zum Joch. Geologisch befindet man sich hier an der Grenze von Wettersteindolomit (Osten) und Dachsteinkalk (Westen). Immer wieder zeigen sich bizarre Dolomitformen die schon vom Stoderer Dolomitensteig bekannt sind. Der Dolomitensteig ist leider vom 20. September bis 4. Oktober zwecks Jagerei gesperrt.
Nach zwei kurzweiligen und aussichtsreichen Stunden bin ich auch schon am Joch. Die Sonne zeigt sich nun schon recht selten und die starke Bewölkung in Richtung Dachstein verheißt nichts Gutes. Schon um 1015 hat die Wolke die gefährliche Ambossform. Auch zum Hochmölbing nimmt die Bewölkung zu.
Direkt am Wegweiser hält man sich nun nach links (Osten). Das Wegerl ist vielleicht nicht unbedingt gleich zu sehen, aber nach 5 Meter bergauf ist die Sache nicht mehr zu verfehlen. Sehr aussichtsreich führt der Steig entlang der Nordabstürze / Latschengrenze und ist mit Steinmännern gekennzeichnet. Wo der Weg in die Latschen führt wurde er gut ausgeschnitten und der heutige Latschenk(r)ampf entfällt. Unterhalb des Gämsstein gelangt man auf das Weitenfeld, ein große ebene Grasfläche. Mit entsprechender Sonneneinstrahlung könnte man hier mit dem goldbraunen Gras und der Prielgruppe im Hintergrund sicher meisterhafte Fotos knipsen. Am Ende des Feldes hält man sich wieder nördlich und gelangt auf den Normalweg zum Almkogel. Für die 400 Hm Aufstieg ab Joch sollte etwa 1h veranschlagt werden.
Der Almkogel selbst ist ein exzellenter Aussichtsberg und heute wenig besucht. Es eröffnen sich tolle Einblicke in die vielen Einschnitte der Ostwände der Prielgruppe. Nach Süden schauts heute leider schlecht aus. Der Dachstein ist gar nicht zu sehen und Grimming & Co zeigen sich nur schemenhaft. Dafür gibt's einen wunderschönen Tiefblick in das Tal der Grimming. Es scheint grad heftigste Brunftzeit zu sein, da im Minutentakt das Röhren der Hirsche bis zum Gipfel zu hören ist. Also wer jetzt in den Grimmingböden biwakiert wird wenig Schlaf finden ;)
Ab Almkogel nun nördlich über ein ausgeprägtes Wegerl entlang des Grates zum Sneslitz (slawisch = Ort mit viel Schnee). Der Zackengrat nach Norden dieses Berges sorgt ja für die eindrucksvollen Türme die vom Dolomitensteig zu bestaunen sind. Ich finde von oben schauts noch viel imposanter aus. Hätte ich doch wenigstens ein bisserl Licht fürs Fotografieren *grrr*. Die Hochsteinscharte erreiche ich unschwer in etwa 35 Minuten. Von hier gelangt man entweder zur Hochsteinalm, zum Hirscheck und runter zum offiziellen Weg entlang der Grimming. Hierbei hält man immer auf die gut sichtbare und riesige Hanslhütte zu.
Da es nun schon tröpfelt und auch ein kurzer Donner hörbar war, steige ich direkt zur Hochsteinalm ab. Eine etwas abgerutsche Passage ist sogar mit Eisenklampfe und Seil versehen und so klappt der Abstieg rasch. Nur das letzte Stückchen über einen sehr steilen Grashang direkt zur Lögerhütte ist verdammt rutschig. Da ich lieber nicht von einem angsoffenen Jäger abgeknallt werde, beleibe ich auf dem Normalweg retour ins Tal und der Dolomitensteig entfällt heute. Hier noch ein Tip: Wenn man im unteren Teil das Bacherl quert und zum ersten Mal auf die Forststraße trifft, hält man sich links. Diese Straße endet nach 100 Meter und ein kleines Wegerl führt in fünf Minuten zur tiefer gelegenen Straße. Hier gelangt man wieder direkt zur Baumschlagerreith ohne den "offiziellen" Straßenlatscher.
Für den Abstieg vom Almkogel benötige ich rasante 2h20min, da ich bewusst etwas flotter unterwegs war. Nachdem ich wie immer das exzellente Hirschschinkenbrot verputzt habe, setzt auch schon heftiger Regen ein. Genau den richtigen Riecher gehabt ;) Und nein für die Mohnpalatschinken war schon wieder kein Platz mehr
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23. September 2006
(gepostet im Bereich Berg)
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