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3. Juli 2005

Stein am Mandl

(gepostet im Bereich Berg)

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Durch die Bösi-​Tour von letzter Woche bin ich so richtig auf den Urgestein-​Geschmack gekommen, also gehts wieder Richtung Rottenmanner/Wölzer Tauern. Geplant war eine Stein am Mandl/Seegupf/Moserspitz/Rottenmanner Hütte Runde. Als ich gegen 0800 am Parkplatz ankomme verstecken sich die Gipfel noch in den Wolken und die hohe Luftfeuchtigkeit wird mir sicherlich ein bisserl beim Schwitzen helfen ;) Als Wikipedia-​Photo-​Shooting stehen heute Flechten am Programm.

Zuerst durch dicht mit Flechten überwucherten Wald (Baummoos) gelangt man über endlose Felder an Almrausch und Preiselbeeren zum NO-​Grat des Mandl und ist recht flott in etwa 1h 45min am Gipfel. Als dann das Gipfelkreuz schemenhaft aus dem Nebel auftaucht, spaziert da ganz lässig ein Alpenschneehuhn in Sommertracht vorbei. Na da muss ich aber mit leisen Tretern unterwegs gewesen sein... Leider ist die Sicht etwas gar schlecht, nicht einmal Bosruck oder Hochhaide lassen sich erkennen *grrr* Der Gipfelbereich ist recht flach mit großen Polstern (eigentlich schon ein Rasen) aus Gämsheide ausgestattet. Also ein optimales Platzerl für ein Gipfel-​Nickerchen. Auch entdecke ich noch Landkartenflechten (no na), Isländisches Moos und einige Rentierflechten.

Blöderweise macht sich nach 10 Minuten Abstieg das rechte Knie mit starken Schmerzen bemerkbar. Da selbst mit Stöcken eine ausgedehnte Tour wohl nicht möglich wird, kürze ich gleich über den Globuckersee zur Rottenmanner Hütte ab. Ich hoff nur das Knie ist nicht bis zum August beleidigt, sonst muss ich die Zillertaler Durchquerung stornieren :(

Fazit: Durch die Wolken nicht recht gute Einblicke ergattert, scheint aber ein recht tolles Platzerl zu sein, das schnell erreichbar ist. Die pensionistenmäßig einfache Wanderung ist aber eher was für den Frühling oder Herbst.

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25. Juni 2005

Tauplitzalm / Tragl

(gepostet im Bereich Berg)

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Nachdem nun mein Bruder Gerold stolzer Pächter einer kleinen Almhütte auf der Tauplitzalm ist, muss ich ja gleich mal vorbeischaun und das Hitterl inspizieren. Um sich vorher etwas die Füße zu vertreten unternehmen Alex, Anja und bergfexing Harry einen kleinen Abstecher zum Tragl. Laut alpintouren.at beträgt die Gehzeit (Hin und zurück!) 4,5h. Meiner Meinung nach ist diese Gehzeitangabe völlig verantwortungslos. Nach etwa 2,5h hätten wir immer noch etwa eine Stunde auf den Gipfel gebraucht, und da wir ja zum Grillen bei der Hütte verabredet waren, brachen wir die Tour ab. Ein Blick in die Alpenvereinsseite zeigt schon eine bessere Angabe: 3,5h nur für den Aufstieg scheint mir schon realistischer zu sein (und wir sind eigentlich recht flott unterwegs). Schneemäßig ist noch ganz schön viel vorhanden, so hatten wir ab etwa 1700m eine geschlossene Schneedecke.

Die Tauplitzalm selbst ist brutal touristisch erschlossen. Manche nennens auch "Familienfreundlich" Zwischen den Hütten verkehren sogar Bummelzüge! Aber schön ists schon. Fesche Bergseen umgeben von satten grünen Wiesen. Die Hänge waren vollgepflastert mit Primeln, Kugelblumen, Trollblumen und Enzianen; die alpine Kalkflora in voller Pracht. Auf etwa 1950 m bei unserem Rastplatz hab ich dann auch noch den seltenen Steinschmückel und eine ganz kleine Wiese mit Alpenhahnenfuß entdeckt

Treffpunkt bei der Hollhütte wär um etwa 1300 gewesen. Bei unserer Ankunft um 1325 war die Gerold-​Gang aber noch nicht anzutreffen. Also schaun wir noch bei der Hütte vorbei, treffen aber dort auch niemanden. Einmal probieren wirs noch bei der Hollhütte und *taataa* da sitzens ganz gemütlich bei einem Bierchen. Gerold hätte mir extra noch eine Nachricht hinterlassen, dass es wohl eher 1400 werden wird. Aber dank tollem ONE hab ich wieder keine Meldung erhalten.

Die Berger-​Hütte selbst ist klein und fein, gut gelegen und im Sommer als auch im Winter gut nutzbar. Zum Abschluss wurden wir noch gut mit Bier+Käsekainer und Koteletts bewirtet. Da sog i nu amoi Dongschee! Und mit dem Wetter habens wir auch gut erwischt. Erst um 1800 beginnt es leicht zu tröpfeln. (Dafür erwischts mich dann total um 2300 beim Leischn. Das Rad steht immer noch in der Stadt)

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24. Juni 2005

Großer Bösenstein

(gepostet im Bereich Berg)

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Die Gschicht zu dieser Tour ist eigentlich ganz nett. Am Dienstag im Wikipedia-​Chat hab ich irgendwie geäußert, dass ich vom Kalk schon genug hab. Ein Botaniker aus Wien machte dann den Vorschlag mal beim Bösenstein vorbeizuschaun. Hier soll ich ein Bild von Saxifraga styriaca knipsen, ein kleiner Steinbrech mit kaum Schilling-​großen Polstern, der recht spärlich an Graten vorkommt. Diese Pflanze wurde erst 2003 beschrieben, da sie recht unscheinbar ist. Na hoffentlich find ich ein Exemplar. Eine kleine Session vor der Topo offenbart aber eine unglaubliche Genusstour. Der Kessel wird in einer netten 360° Runde vollständig umrundet: Vom Großen zum Kleinen Bösenstein und über den Großen Hengst wieder zur Edelrautenhütte. Nicht schlecht, so wird man gleich von jeder Seite gleichmäßig gebräunt

In der Firma lauft alles reibungslos und bei diesem Wetter muss ich mir einfach mal ZA gönnen. Abfahrt um 0620 damits nicht allzu heiß wird. In Trieben gehts von der Autobahn nach Hohentauern und über eine Mautstraße (1,40 € pro Bergfex) zum Parkplatz unterhalb der Edelrautehütte. Gleich nach der Hittn liegt der recht malerische Scheiblsee, in dem man Frühmorgens noch schöne Berg/See Reflexionen knipsen kann. Urgestein ist schon toll. Überall gibts massig Wasser und die Vegetation ist total anders. Küchenschellen, Primeln, Teufelskrallen und und und. Eine seltene Späte Faltenlilie hab ich auch noch erspäht. Beeindruckend ist hierbei eine Stelle in der man über einen steilen Aufstieg die Ostwand auf eine Hochfläche verlässt. Da wucherts gscheid! Hier sollte auch schon ein Vorkommen des gesuchten Steinbrechs sein. Nach einer Stunde erfolgloser Suche lass ichs dann aber.

Der Aufstieg zum Großen Bösenstein wird mit 2,5h angegeben, die ich aber dank Sucherei und Knipserei ganz schön ausdehne. Ein Spazierer Freitag Vormittag ist wirklich fein. Keine Leits. Am Gipfel sind wir dann nur zu dritt. Aussichtsmäßig hab ichs heute wieder optimal erwischt. Dachstein, Grimming, das Tote Gebirge in der gesamten Länge, Gesäuseberge und dann die endlosen Reihen der Niederen Tauern, wo man nicht einmal Forststraßen oder Hütten erblickt. Also dieses Platzerl ist wirklich ein nationaler Schatz! Mit dem frischen Grün, ein paar Schneereste, dunkles Urgestein, heller Kalk, blauer Himmel. Wahnsinn.

Am Großen Bösi beginnt dann die Genuß-​Gratrunde, den Kleinen Bösi erreicht man in etwa 20 Minuten. Aber bei den vielen Blumenpolstern (Silene acaulis) hab ich mich wieder total verrennt. Über den Langmannweg gelangt man dann in etwa 1,5h zum Großen Hengst (wie kann ma an Berg so nenna ;) ) In aller Ruhe kann man nun noch einmal die ganze Tour überblicken, bevor man wieder zur Edelrautehütte absteigt. Auf eine kleine Stärkung versteht sich. Wie gesagt die Wegzeiten sind etwas kritisch zu betrachten, aber so 4 bis 4,5 Stunden sollten es sein. Wirklich eine nette und einfache Gratwanderung die zur Berg-​Frühlingszeit wunderschöne Einblicke in die heimische Flora bietet.

Panorama

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21. Juni 2005

Weitere Chilikreuzung

(gepostet im Bereich Chili)

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Die Packung mit den Polo-​Piki Samen ist wohl eher eine Wundertüte. Pflanze No. 3 hat nun nach unten wachsenden etwa 3 cm lange rote Früchte (im Gegensatz zu nach oben wachsenden orangen Früchte) und weißen Blüten. Die recht leckeren Snacks haben etwa Schärfe 5-​6. Leider gibt es auch schon das erste Opfer der Saison zu beklagen. Scheinbar schmecken auch Wühlmäusen Kirschpepperonies :(

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