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15. April 2006

Dürres Eck

(gepostet im Bereich Berg)

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In der langjährigen Statistik ist ein Berg, trotz der kurzen Anfahrt, immer noch nicht begangen: Kremsmauer über Törl und Gradn Alm. Kaum in Kirchdorf glänzt noch immer viel Schnee am Berg und eine Alternative wird fällig. Dürres Eck wäre südseitig und ist auch schon lange nicht mehr besucht worden. Beim Start um 0900 am Parkplatz Pieslinger erkennt man massive Forstarbeiten. Naja mal schaun. Hohe Wolken dämpfen die direkte Sonneneinstrahlung, sorgen somit aber für angenehme Temperaturen für einen ausgedehnten Spazierer. Nach 1,5h erreiche ich dann die feine Veranda der Mollner Hütte. Bei einem kühlen Stärkungstrunk erfahre ich dann, dass der gesamte Fichtenbestand zum Eck gefällt wird und nur einige Buchen stehen bleiben.

Der Aufstieg zum Eck ist dann durch kreuz und quer liegende Bäume eine entsprechende Bastlerei und wirklich nicht lohnenswert. Ein großer Waldfan war ich zwar noch nie aber hier, zwischen Forstarbeiten und Kalkabbau, ist es dann besonders hässlich. Der Ausblick zum Hochbuchberg ist auch nicht viel besser. Retour wird noch schnell der Gaisberg und die feine 45° Rinne zur Fortstraße "mitgenommen". Hier an der Nordseite und am Grat liegt natürlich noch Schnee. Bei der Grünburger Hütte scheint noch angenehm die Sonne. Abwärts über den Dorngraben und entlang der Steyrschlucht retour zum Ausgangspunkt. Leider hab ich meinen Höhenmesser vergessen, und kann daher die Gehzeiten schwer abschätzen. Nur eins: Von der Abzweigung zum Parkplatz Dorngraben bis zur Krummen Steyrling ist es ein nicht zu unterschätzendes, jedoch sehr schönes Stückerl.

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9. April 2006

Kaltenbach-Wildnis und Miesweg

(gepostet im Bereich Berg)

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Endlich Frühling. Angespornt durch den neuen und sehr empfehlenswerten "Natur-​Wanderführer Salzkammergut" der Wiener Botaniker Adler und Mrkvicka steht eine Exkursion in die Kaltenbach-​Wildnis sowie entlang des Miesweges am Programm. Beides sind bekannterweise recht einfache Spazierer von etwa einer Stunde Dauer, was sich aber recht gut trifft wenn man sich durch den Bestimmungsschlüssel quälen will… wenn man nicht seine Exkursionsflora vergessen hätte.

Relativ spät um 1030 starte ich bei vollständig bedecktem Himmel aber angenehmen 14 Grad am Parkplatz "Herndler". Die Natur zeigt sich am Ostufer schon wesentlich wachstumsfreudiger als am Sonnstein. Entlang der Straße zeigen sich schon Veilchen und Schlüsselblumen. Weiter oben im Wald dann auch Neunblatt-​Zahnwurz, welche mich schon seit letztem Jahr beschäftigt, und erst vor einigen Wochen identifiziert habe. Obwohl der Traunstein schon einige Mal bestiegen wurde, sind mir bis heute noch nie die prächtigen Eiben aufgefallen und so folge ich dem Weg nicht zum Gipfel und wandere mit dem Buch in der Hand in die Wildnis. Die Standorte sind recht gut beschrieben und die meisten Arten lassen sich an den genannten Plätzen wirklich entdecken. Für die Blüte/Fruchtzeit anderer Arten ist es doch noch etwas zu früh.

Von einer schrulligen alten Hütte erhält man dann den ersten Einblick in die Kaltenbach-​Wildnis mit ihren Schluchten und Türmen. Hier tritt im Gegensatz zum standfesten Wettersteinkalk der Hauptdolomit zutage, der leicht zu feinem Grus verwittert, wodurch diese tolle Landschaft entstand. Interessant ist auch der ehemalige Fischadlerhorst, der 1882 zerstört und die Tiere somit vertrieben wurden. Ob diese Vögel heutzutage ein Besuchermagnet wie die Bartgeier im Rauriser Tal sein würden?

Ruckzuck gelangt man durch riesige Bärlauch-​Plantagen wieder zum Hoisn. Diesmal hab ich ein bisschen mehr Glück und die Sonne blinzelt raus. Mit der kleinen Mieswegrunde, die an hübsch blühenden Horsten der Erd-​Segge vorbeiführt, wird noch ein weiterer Abschnitt des Naturwanderführers "geprüft". Hier kann die zur Zeit blühende Alpen-​Pestwurz punktgenau am großen Schuttkegel nach dem Gasthaus Moaristidl (Grenzpfahl) angetroffen werden.

Wirklich ein feines Büchlein. Ob ich vielleicht mal so eine Beschreibung für meine Lieblingstouren zusammenstellen soll?

Nachtrag: Das gesamte Warscheneck-​Massiv wird noch heuer unter Naturschutz gestellt. Sehr gut.

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8. April 2006

Spitzplaneck

(gepostet im Bereich Berg)

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Eine Kombination aus: "Kasberg hat mit 2. April bereits den Betrieb eingestellt" sowie "Guter Wetterbericht mit toller Schneelage" ergibt Traumtour? Naja diese Idee hatte wohl jeder der hier gerne ein Schitourl geht. Entsprechend voll war daher um 0900 auch schon der obere Parkplatz (~580 m)

Seltsamerweise zieht es mich in die Grünau recht selten. So kann ich mich an den letzten Besuch der Sepp-​Huber-​Hütte gar nicht erinnern. Laut meinem alten Tourenbuch war das *hüstel* im Juli 1985. Den Jägerspitz hab ich zuletzt vor drei Jahren bei einer Schitour besucht.

Bei den Minustemperaturen der letzten Tage friert die Piste noch schön hart, wodurch ich für den Aufstieg über die Madlries bis zur Hütte 02h 15min benötige. Bei den wirklich langweilig flachen Passagen nach der Gruppenumlaufbahn brennts es so richtig schön frühlingshaft runter . Die massiven Lawinenverbauungen trüben etwas das "naturnahe" Erlebnis.

Leider weht ein unangenehmer Wind bei der Hütte, der einen längeren Aufenthalt nicht lohnenswert macht. Nach einem kurzen Abstecher zum Spitzplaneck (1617m) mit toller Fernsicht vom Kleinen Priel bis zum Schönberg, Höllengebirge und Traunstein geht's wieder retour in die Farrenau und über den Hochberg zum Hochberghaus.

Glücklicherweise gab mir Gerold noch den Tipp, dass alle Hütten geschlossen sind. Daher wurde ein entsprechender Gerstensaftvorrat mitgeschleppt welcher dann auch auf höchst provokante Weise vor den durstigen Mittourengeher genossen wurde ;)

Fazit: Definitiv nicht mein Tourengebiet. Bin halt ein echter Pyhrn-​Fan

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1. April 2006

Hiaslalm und Ebenseer Sonnstein

(gepostet im Bereich Berg)

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oder Exkursion zur Überprüfung der Schneelage. Nach intensivem Studium der heimischen Flora während der Winterzeit ist der Ruf des Berges und der Pflanzenwelt nicht mehr zu ignorieren und Übung im Gelände ist dringend anzuraten. Anfang April 2005 war ein kleiner Spazierer am Eibenberg ja schon recht ergiebig. Leider leider schauts heuer ein bisschen anders aus. Mit etwa einem halben Meter Schnee ist trotz südseitiger Exposition die Schneelage noch recht erheblich und der Frühling wird hier wohl nicht so schnell Einzug halten. Entlang des Weges sind eigentlich nur die Knospen von Schneerosen zu sehen. Leberblümchen werden hier wohl auch einige Zeit zur Blüte benötigen.

Da die Pyrenäen Tour im August nun fix ist, stapfe ich gegen 0900 Uhr mit 10 Kilo-​Rucksack eine frische Spur zur Hiaslalm um die derzeitige Kondition zu testen. Nach einer Stunde erreiche ich die Lawinenrinne welche als erstes Wegstück komplett aper ist. Hier eröffnet sich dann ein guter Einblick ins Tote Gebirge und einem zugefrorenen Offensee. Schätzomativ wird es wohl noch drei Wochen zu einer vergleichbaren Schneelage zum Vorjahr benötigen.

Leicht demotiviert entschließe ich mich wieder ins Tal zurückzukehren und proforma noch den Ebenseer Sonnstein zu besteigen damit sich ein Eintrag ins Berg-​Blog auszahlt.

Hier ist die Situation schon besser. Schneerosen, Leberblümchen und Schneeheide säumen den Aufstieg, der auch schon gut ausgeapert ist. Nur im letzten Drittel sind einige Schneepassagen zu durchqueren. Nach 1h15min Aufstieg präsentiert sich, wie um die Jahreszeit üblich, der Traunsee in einem schönen milchigen hellgrün. Nach einer ausgiebigen Rast und vergeblichem warten auf ein "gscheides" Sonnenfenster in der geschlossenen Wolkendecke beginnen ich um 1300 mit dem Abstieg. Und es kommt natürlich wie es kommen muss: Kaum nach 20 Minuten Gehzeit wird es richtig sonnig und frühlingshaft warm *grrr*. Irgendwie war die ganze Wanderung zu wenig. Eine Schitour wäre um diese Zeit wohl vernünftiger gewesen.

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