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17. Mai 2006

Girolata

(gepostet im Bereich Berg)

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Girolta ist ein kleines, schönes Fischerdörfchen, das nicht per Auto erreichbar ist. Entlang des Tra Mare e Monti Weitwanderweges wandern wir hier eine gemütliche Runde mit Mittagspause im Dorf. Vom Col de Pamarella gelangt man in 45 Minuten zur Punta di Literniccia. Hier verzweigt sich dann der Weg nach Galeria oder Girolata. Entlang des Höhenrückens unter schönen Steineichen schlendern wir dem Meer entgegen. Immer wieder ergeben sich tolle Tiefblicke zum Fischerdorf und zur Scandola mit den markanten roten Felsen. Teilweise gibt es lichtlose Tunnel aus Baumheide und Erdbeerbaum. Als Wildschwein würds mir hier gefallen.

Die Wege am Mare e Monti sind generell recht einfach (für unsere Verhältnisse) angelegt und so erreicht man schon nach zwei kraftschonenden Stunden die Küste. Leider haben gerade einige Touristendampfer angelegt und Tagesausflügler überschwemmen die Gassen. Wir nisten uns in der Hippie-​Bar Cantina ein die gleich nach der Brücke liegt und an ein üppig grünes Sumpfgebiet grenzt. Besonders empfehlenswerte Spezialität des Hauses: Salade Denise mit essbaren Blumen (Boretsch und Jungfer im Grünen). Gschmackig is er selbstverständlich auch.

Nachdem die Ausflugsboote abgelegt haben kehrt korsische Gelassenheit ein und der Aufbruch retour zum Pass fällt nicht besonders leicht. Nach sehr warmen 1h10min gelangen wir wieder zur Straße. Hier befindet sich leider aktuell eine großzügige Baustelle, die nicht unbedingt das tolle Finish bietet. Darum noch den Blick vom Col an die Küste genießen.

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16. Mai 2006

Monte San Petrone

(gepostet im Bereich Berg)

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Mit unserem Ford "kleine Rakete" Fiesta flitzen wir zeitig in die Castagniccia zum Ausgangspunkt Col de Prato. Für mich unbekannt, kennen Alex und Anja diesen Spazierer schon von 2004. Damals trübten jedoch Wolken die angeblich legendäre Aussicht. Heute scheints doch stabil zu bleiben.

Schon bei der Anfahrt macht sich ein erstaunlicher Landschaftswechsel bemerkbar. Die Macchia weicht und schöne Kastanien/Kiefern/Buchenwälder treten hervor. Am Col de Prato selbst würde man eher ein heimisches Almgebiet vermuten. Zuerst gelangt man über eine Forststraße (Schweinepiste) in einen lichten Kiefernwald. Das Wegerl wird schmäler und führt dann in einen sehr urigen Buchenwald, der seinesgleichen sucht. Leider treffen wir nicht auf halbwilde Schweine die sich hier massenhaft tummeln sollen und leckere Bucheckern futtern. Fast eine Herr-​Der-​Ringe-​Stimmung ;)

Der Weg selbst ist nie besonders steil und eher ein wirklicher Spazierer bis zur Lichtung auf etwa 1510 m, die wir nach 1h35min erreichen. Hier gibt's schon einmal einen Vorgeschmack auf das Gipfelpanorma. In weiteren 40 Minuten erreichen wir dann in ganz einfacher Kraxlerei dann den Gipfel des San Petrone. Die Aussicht ist wirklich bemerkenswert. Cap Corse im Norden, die Ostküste mit Lagune und einigen italienischen Inseln. Im Landesinneren präsentieren sich die bekanntesten 2000er: Cinto, Rotondo und ich glaub ganz im Süden auch der Monte Incudine mit einem weißen Hauberl.

Bergab geht's recht rasch in 1h30min zurück zum Auto. Wirklich ein sehr schöner und besonders schattiger Weg. Die Snackbar hat leider noch nicht geöffnet, wird aber in der Hauptsaison sicher gut besucht sein. Wenn man bei der Rückfahrt schon in Ponte Leccia vorbeikommt, sollte man noch einen Abstecher nach Corte wagen. Dorts gönnen wir uns in einer Sandwicherie ein legendäres 40 cm Pan Bagna (4 €) und natürlich ein Pietra.

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15. Mai 2006

Capu di a Veta

(gepostet im Bereich Berg)

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Glücklicherweise gibt's in Calvi nicht nur einen feschen Sandstrand sondern auch einen Hausberg. Solange noch kein Mietauto angeschafft ist, drängt sich dieser Klassiker ja geradezu auf. Wunderbare Macchia in voller Blüte, dazu ein paar schöne Platten, ein Ausblick vom Monte Grosso, schneebedeckter Monte Cinto, Paglia Orba und an der Küste trohnt die Zitadelle von Calvi. Mit diesem unglaublichen Duft lässt sowas das Herz schon höher schlagen.

Ein inzwischen geschultes Auge ist fasziniert von der, im Vergleich zu 2005, abwechslungsreichen Vegetation. Entweder hängt dies mit den schwarzen Gerippen der Erdbeerbäume nach einigen ausgedehnten Bränden zusammen oder 10 Tage früher machen einen gröberen Unterschied. Begleitet von allgegenwärten Zistrosen findet man in tieferen Lagen leuchtend roten Fingerhut und Illyrische Siegwurz. Weiter oben kommen dann Schmallblättriger Lein und Affodil hinzu. Natürlich darf man diverse Ginsterarten nicht vergessen, die so angenehm die Wadln zerkratzen ;) Besonders erwähnenswert scheint mir noch ein schöner Bestand an weißen Pankrazlilien (Pancratium illyricum) die mit den verbrannten Erdbeerbaumästen schöne Kontraste bilden.

Als Bergführer begleitet uns schon ab Calvi ein schwarzer Hund der immer ein Stückchen voraus spaziert um uns den Weg zu weisen. Brav wartet er immer im Schatten oder Mini-​Gumpen damit er uns nicht aus den Augen verliert. Am Gipfel gibt's nach 700 Höhenmetern und zwei Stunden natürlich eine Belohnung (latürnich auch für uns).

Retour gelangen wir über den "Strommastenweg" zur Notre Dame de la Serra und gemütlich ins Zentrum von Calvi.

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14. Mai 2006

Korsika

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Ahh Korsika! Aber warum bin ich schon wieder hier? Zitieren wir mal Hr. Goscinny und Hr. Uderzo:

Korsika gehört zu den bevorzugten Fleckchen Erde, die Eigenart, ja sogar Persönlichkeit besitzen, denen weder die Zeit noch die Menschen etwas anhaben können. Korsika ist eine der bezauberndsten Gegenden der Welt und trägt zu Recht den Namen "Insel der Schönheit".


Wieder einmal von einem günstigen Rhomberg-​Angebot verleitet, haben sich die bereits erfahrenen Austro-​Korsen Anja, Alex und Harry diesmal im kleinen Paradies des Le Home eingenistet und somit wieder Calvi als Basis für ausgedehnte Spaziergänge und kulinarische Exkursionen gewählt. Das Wetter erwähn ich gar nicht. Es war immer sonnig und warm (und das Pietra erfrischend kühl)

Vorweg schon mal ein Danke an Alex, der mir viele seiner stimmungsvollen Schnappschüsse zur Verfügung gestellt hat.

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