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4. Juni 2022

Maisenkögerl

(gepostet im Bereich Berg)

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Kurz nach dem Frühstück flitzen Erik und ich nach Scharnstein um das Maisenkögerl über den Normalweg zu besuchen. Es ist bereits ein warmer Sommertag. Der erste Abschnitt vom Parkplatz Hamberg zur Forststraße ist wie immer äußerst matschig, der Rest klappt dann aber recht flott. Entlang der Forststraße können wir heute viele Schmetterlinge beobachten. Erik kennt schon Kaisermantel (Argynnis paphia) und Kleinen Fuchs (Aglais urticae). Der letzte Anstieg durch Wald und Fels taugt uns heute. Erik fühlt sich im Fels sichtlich wohl und sucht sich instinktiv die richtigen Griffe. 40 Minuten benötigen wir für den Aufstieg. Am Gipfel ist natürlich Vorsicht geboten, es ist ja nicht viel Platz und die Felswand fällt steil ins Almtal ab. Beim Gipfelkreuz findet Erik einen Reisestein. Wir machen eine kurze Pause und flitzen nach der Schlüsselstelle im Schweinsgalopp zum Parkplatz. Das Pool und der Griller rufen schon.

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27. Mai 2022

Natrun

(gepostet im Bereich Berg)

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Ein wunderschöner Tag mit frühsommerlichen Temperaturen kündigt sich an. Eilig haben wir es trotzdem nicht und so genießen wir unser Frühstück mit Blick auf den Hochkönig. Dank Hochkönigcard geht es heute sehr bequem mit der Kabinenbahn auf den Natrun. Und dank Waldrutschenpark geht es ebenso bequem und flott bergab.

Damit die Runde aber nicht zu kurz ist, wandern wir zuerst noch zum Prinzensee hinüber. Die Aussicht auf die Südabstürze des Steinernen Meers ist heute wirklich beeindruckend. Aber der Speichersee im Gipfelbereich ist leider brutal hässlich. Eine ökologische Wüste. Durch die Plattform in der Seemitte wird's auch nicht besser. Östlich und unterhalb des Prinzensees schaut es dann komplett anders aus. Hier befindet sich ein kleiner, natürlicher Tümpel. Seggen und Schwertlilien säumen den Gewässerrand. Gelöste Huminstoffe färben das Wasser rotbraun. Unzählige Kaulquappen tummeln sich hier. Die Kinder können diese leicht mit der Hand schöpfen, so dicht gedrängt tummeln sich die Amphibien hier. Über der Wasseroberfläche fliegen viele Azurjungfern (Coenagrion). Wir folgen dem Weg zum Grammlergut, wo sich ein riesiger und sehr cooler Spielplatz befindet. Auf der Terrasse der schönen Holzhütte ist es sehr gemütlich und Sarah und ich genießen das herrliche Wetter. Außerdem gibt es hier leckeres Zipfer-​Bier :) Um nicht in die allzu große Mittagshitze zu geraten, mahne ich zu einem raschen Aufbruch. Doch meine Bedenken sind unbegründet. Kaum 15 Minuten später sind wir auch schon wieder bei der Bergstation und wandern hinab zur ersten Rutsche im schattigen Wald. Die Röhrenrutschen sind genial und sehr steil. Erik weht es sogar das Kapperl vom Kopf. Sarah verzichtet lieber auf das Erlebnis und nimmt den parallel verlaufenden Fußweg. So sind wir rasch bei der Postalm und wenig später wieder im Ortszentrum von Maria Alm am Steinernen Meer.

Fazit: Ein schöner, aber doch recht kurzer Ausflug. Grad recht für einen heißen Tag. Die Touristiker im Salzburger Land haben auf dem Natrun bewiesen, dass man Skigebiete auch im Sommer sinnvoll nutzen kann. Im Restwald gibt's einen großen Hochseilgarten und am Pistenrand einen Trail für die Biker. Mich zieht es aber schon wieder in höhere Lagen. Der Bergfrühling naht :)

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26. Mai 2022

Halbhöhle Wasserofen (1332/4)

(gepostet im Bereich Berg)

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Der jährliche Kurzurlaub in der Übergossenen Alm in Dienten am Hochkönig beginnt obligat mit einem Besuch der Erichhütte. Letztes Jahr reichte der Neuschnee noch bis 1700 m herunter. Heute schaut es komplett anders aus. Die hohen Temperaturen in der ersten Maihälfte sorgten für eine kräftige Entwicklung der Vegetation. Auf den unteren Almweiden wurde die Rinder bereits aufgetrieben. Es ist Feiertag und herrliches Bergwetter. Entsprechend viele Wanderer sind unterwegs. Drei Wegwarte kümmern sich um neue rot-​weiß-​rote Markierungen.

Der Weg zur Schönbergalm bzw. Erichhütte ist kurzweilige, ich befinde mich ja genau an der Grenze der Nördlichen Kalkalpen zur Grauwackenzone. Der wasserstauende Pinzgauer Phyllit sorgt für frische Wiesen, wo sich die Mehlprimel (Primula farinosa) wohl fühlt und ausgedehnte Bestände bildet. Auch Trollblumen (Trollius europaeus) und das Breitblättrige Knabenkraut (Dactylorhiza majalis) sind häufig anzutreffen. Rasch erreiche ich die bereits abgesteckten Weiden der Schönbergalm. Die Kühe werden wohl bald aufgetrieben. Auf der Alm wird ein Großteil der Milch vor Ort verarbeitet und Butter und Käse hergestellt. Mit Strom-​ und Kanalanschluss ist das auch deutlich einfacher. Zuhause im Toten Gebirge ist die Milchverarbeitung auf den Almen heutzutage eine Seltenheit.

Ohne eine Pause einzulegen folge ich dem unmarkierten Weg zum Wasserofenboden. Auf exponierten Kuppen blüht dicht gedrängt der Clusius-Enzian (Gentiana clusii). Ich passiere einen lockeren Bestand an Lärchen (Larix decidua) und Bewimperter Alpenrose (Rhododendron hirsutum). Der breite Weg mündet in einem schmalen Pfad durch das Latschendickicht (Pinus mugo). Auf kleinen Lichtungen ist die Nacktstängelige Kugelblume (Globularia nudicaulis) sehr häufig. Den Latschengürtel lasse ich schnell hinter mir und weglos steige ich auf begrünten Moränenresten meinem heutigen Ziel entgegen: Dem Wasserofen (Kat.Nr.: 1332/4). Im beweglichen Kalkschutt blühen bereits Rundblättriges Täschelkraut (Noccaea rotundifolia) und Alpen-Leinkraut (Linaria alpina), Zwischen größeren und weniger beweglichen Kalkfelsen leuchtet mir das Gelb des Petergstamms (Primula balbisii) entgegen.

Ich nähere mich dem Ende des Wasserofenbodens. Die Wände um das Weißkar ragen imposant in die Höhe und verschwinden in den Wolken. Erst jetzt sehe ich, dass dem Höhlenportal ein Bach entspringt. Es ist einsam und ruhig hier. Einige Fackelreste zeugen jedoch von menschlicher Anwesenheit. Als ich das große Portal betrete finde ich zuerst ausgebrannte Keks-​ und Kaffeedosen. (Erinnerung an mich: Nächstes Mal Müllsack mitnehmen). Der Wasserofen ist ein sehr schöner Rastplatz. Während außerhalb vegetationsloser Fels dominiert, hat sich im Schutz der Höhlendecke eine typische Flora entwickelt. Das Zweiblütige Veilchen (Viola biflora) fällt sofort auf. Es ist eine der Blütenpflanzen, die sich am weitesten in alpine Kalkhöhlen vorwagt.

Ich mache einige Fotos und flitze dann über Altschneefelder retour zur inzwischen leeren Erichhütte. Ich bekomme noch ein Bier, bevor auch der Hüttenwirt mit seinem kennzeichenlosen Suzuki zum Parkplatz fährt. Bei der Übergossenen Alm genieße ich noch die Sonne auf der Terrasse und bestaune das Panorama von den Lausköpfen bis zur Taghaube. Ich glaube Sarah und die Kinder haben nicht mal bemerkt, dass ich weg war. Kein Wunder. Die ÜA lässt auch keine Wünsche mehr offen.

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22. Mai 2022

Über den Falmbachsteig auf die Hochsteinalm

(gepostet im Bereich Berg)

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Drei Generationen von Bergfexings unternehmen eine kleine, aber sehr feine Wanderung über den Falmbachsteig auf die Hochsteinalm. Um den großen Andrang zu entgehen, starten wir schon um 0900 im Langbathtal. Es ist wieder ein sehr schöner Frühlingstag. Es ist ruhig und nur ein paar Bergläufer sind unterwegs.

Gemütlich wandern wir entlang des Bachs in den herrlichen Buchenwald. Kaum 10 Minuten später erspäht Erik schon einen Feuersalamander (Salamandra salamandra). Ein sehr schönes Tier und die Kinder freuen sich sehr. Bergfexing Mum hat hierzu noch eine alte Weisheit: Steigt der Salamander hinauf, wird das Wetter gut! Und tatsächlich wandert er nach oben :) In der Schlucht wird das Gelände immer steiler und die Natur uriger. Nach der letzten Brücke finden wir bereits eine weitere Sensation: Einen Gelben Frauenschuh (Cypripedium calceolus), Erik und Julia sind von der besonderen Blütenform ganz begeistert aber auch Old-​Bergfexings freuen sich über diesen seltenen Fund. Viel zu schnell erreichen wir das Almgelände. Erik gibt noch einmal ordentlich Gas, denn er will sofort zu den Alpakas. Julia eher zu den Pferden und Ziegen. Auch die Stachelschweine sind sehr beliebt. Bergfexing-​Dad und ich wandern noch flott hinüber zum Lärlkogel, wo wir heute alleine sind. Die Aussicht auf die Flyschberge und Traunsee ist herrlich. Aber irgendwas fehlt. Aha, das kleine Gipfelkreuz ist nicht mehr da. Retour bei der Alm stärken wir uns mit einer Kleinigkeit.

Für den Retourweg entscheiden wir uns für den Abstieg zum ehemaligen Gasthaus Kreh, da ich diese Route noch nicht kenne. Die Forststraße und der dichte Fichtenforst ist jedoch nicht besonders schön. Das nächste Mal geht's wieder über den Falmbachsteig retour. In Ebensee spendiert Oma dann noch jedem ein köstliches Giovanni-​Eis.

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