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21. November 2021

Eiskogel

(gepostet im Bereich Berg)

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Vor dem 4. Lockdown entfliehe ich noch einmal dem Nebel. Der Eiskogel ist hierbei ein nahes Ziel mit Sonnengarantie. Und so ist beim Kronbergbauern heute auch schon sehr viel los. Bergfexing Dad gab mir den Tipp vor dem Gattern links abzuzweigen und nicht durch den finsteren Fichtenforst zu wandern. Tatsächlich ist dieses Wiesenweger deutlich sonniger und führt mich zu einer schönen Lärchenwiese. Bei einer kleinen Baumgruppe mit Bankerl ist ein schöner und aussichtsreicher Rastplatz, sofern man wenige Minuten nach Aufbruch schon eine Pause braucht. Leider endet der schöne Weg viel zu schnell und ich gelange auf eine relativ neue Forststraße. Dieser folge ich bis zum markierten Wanderweg zum Ederbild. Rechterhand geht's dann in wenigen Minuten zum gut besuchten Gipfel des Eiskogels. Es ist sehr windig heute und so dauert die Gipfelpause nur wenige Minuten. Für den Abstieg wähle ich die Forststraße die bis kurz unter den Gipfel führt. Eigentlich eine schöne und gache Runde, die sich gut auch für den Winter eignet.

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17. Oktober 2021

Hochsteinalm über den Falmbachsteig

(gepostet im Bereich Berg)

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Julia will sich gerne die Lamas auf der Hochsteinalm ansehen. Da es in Ebensee schon nebelfrei ist, bietet sich wieder einmal der Falmbachsteig an. Es ist ein wunderschöner Herbsttag. Die Luft ist kühl, doch die Sonne wärmt noch kräftig. Kein Wölkchen ziert den tiefblauen Himmel. Es ist unsere erste reine Julia & Papa Tour und wir genießen den tollen Steig durch die Schlucht. Die Buchenblätter beginnen sich erst zu verfärben. Irgendwie fühlt es sich immer noch nach Spätsommer an. Oberhalb des Wasserfalls legen wir eine kurze Jausenpause ein. Julia ist hochmotiviert und gibt ein ordentliches Tempo vor. Schon nach 50 Minuten erreichen wir das Almgelände und Julia besucht gleich die Lamas. Sie macht die Erfahrung, das Lamas tatsächlich spucken können ;) Also füttert sie lieber die Pferde und Ziegen. Um 1130 ist der Gastgarten kaum halb voll und wir ergattern noch ein sonniges Plätzchen. Vater und Tochter teilen sich einen ausgezeichneten Schweinsbraten. Um 1230 wird es dann schon sehr voll und wir steigen wieder ins Langbathtal ab. Beim Giovanni Eistand gibt es heute kein Eis, sondern frische Krapfen. Sogar mit Schokofüllung.

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26. September 2021

Vom Albert-Appel-Haus zum Loser

(gepostet im Bereich Berg)

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Nach einer erholsamen Nacht breche ich um 0630 auf. Aus meiner geplanten Runde über die Steinerne Stiege sowie Abstieg über das Bärental wird heute nichts. Der Hüttenwirt rät mir ausdrücklich davon ab: "Da liegn übaroi die Jaga. Do kimmst zwischen die Fronten!". Also muss eine weniger gefährliche Alternative her. So beschließe ich über den Sand direkt zur Brunnwiesealm zu wandern, wo ich meine Frühstückpause einlegen. Es ist einsam und ruhig. Am Almgelände tummeln sich einige Hirschkühe. Auf gutem Pfad gelange ich retour zum Weg, der vom Grundlsee heraufführt und weiter zur Breitwiesealm. Ich beschließe eine Abkürzung zur Augstwiesealm zu nehmen und treffe auf einen Jäger, der mich äußerst bestimmt auffordert schleunigst das Weite zu suchen. In wenigen Minuten bin ich dann wieder beim Hubschrauberabsturzplatz und wandere ohne größere Pausen retour zum Loser, wo ich kurz nach 1200 eintreffe.Das Essen ist wirklich gut und die Bedienung sehr freundlich. Die Touristenmassen sind jedoch ungewohnt, nach so vielen einsamen Stunden im Toten Gebirge.

Fazit: Irgendwie war bei dieser Tour der Wurm drinnen. Keines der Wunschziele konnte ich erkunden. Trotzdem war es eine sehr schöne und lehrreiche Erkundungstour und das Wetter war sowieso traumhaft. Zur Zeit der Lärchenverfärbung muss es aber so richtig kitschig sein.

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25. September 2021

Vom Loser zum Albert-Appel-Haus

(gepostet im Bereich Berg)

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Die Schneevulkanhalle als Teil des Schwarzmooskogel-​Höhlensystems (SMK) beschäftigt mich nun auch schon eine Weile. In der AV-​Karte ist in der Nähe des Hochklapfsattels eine Eishöhle eingezeichnet. Ich bin mir nicht sicher ob dies die richtige ist, aber ich beschließe mir die Sache mal näher anzusehen. Ich starte um 0730 bei der Loseralm. Traumhaftes Herbstwetter hat sich eingestellt. Ein wolkenloser Himmel, angenehme Temperaturen und kein Lüftchen weht. Im Tal ist der Altausseer See noch vom Nebel bedeckt und in der Ferne glänzt der Hallstätter Gletscher.

Anfangs folge ich dem Wegweiser zum Karl-​Stöger-​Steig. Linkerhand gibt es gleich einige botanische Kostbarkeiten zu bewundern. Das stattliche Berg-Laserkraut (Laserpitium siler) hat schon schöne reife Früchte, die an Kümmel erinnern. Es wird daher auch Bergkümmel genannt. Die roten Früchte der Zwerg-Mehlbeere (Sorbus chamaemespilus) sind ebenfalls nicht zu übersehen. Auch die rot-​violetten Blätter der Heidelbeeren verkünden den beginnenden Herbst. Ich verlassen den markierten Weg und wandere hinunter in die Egglgrube. Zwischen den Almhütten blühen ein paar Exemplare des Gefransten Enzians (Gentianopsis ciliata). Nach einem kurzen Gegenanstieg erreiche ich wieder den Weg sowie ein aussichtsreiches Bankerl mit herrlicher Aussicht. Auf der einen Seite der Dachstein und auf der anderen Seite die Arena der Bräuningalm mit der markanten Bräuningscharte. Es ist Brunftzeit und das Röhren der Rothirsche (Cervus elaphus) ist kilometerweit zu hören. Der Weg fällt nun zur Südflanke des Schwarzmooskogel ab. Es ist warm hier und ich komme ordentlich ins Schwitzen. So freue ich mich auf das erste Höhlenportal des Tages, dem eiskalter Wind entströmt. Die dynamische Bewetterung von Höhlensystemen weist meist zwei ausgeprägte Phasen auf. Im Winter wird die kalte Luft am unteren Portal angesaugt, weil die warme Luft durch die oberen Öffnungen austritt. In der Sommerphase ist der Luftzug in der Höhle umgekehrt, weil die relativ kalte und damit schwerere Höhlenluft durch die tiefliegenden Höhlenöffnungen abfließt. In der Umgebung solcher Kaltluftaustritte kann ein eigenes Mikroklima auftreten, das zu unter anderem zu Krüppelwuchs führen kann. Und wie im Lehrbuch beschrieben, kann man dies auch hier beobachten. Während überall sonst die Pflanzen bereits fruchten, finden sich hier noch blühende Exemplare der Kugeligen Teufelskralle (Phyteuma orbicularis) und des Gelbe Sonnenröschens (Helianthemum nummularium). Abseits der Höhle finde ich einen schönen alten Blütenstand der Skabiosen-Flockenblume (Centaurea scabiosa). Die trockenen Hüllblätter glänzen golden in der Sonne. Der weitere Wegverlauf ist wirklich toll. Er folgt den Felsbändern und ist teilweise etwas ausgesetzt. Bald eröffnet sich die Aussicht auf das Plateau mit dem Henarwald. Die Lärchenverfärbung am Mitte Oktober ist sicherlich sehenswert.

Kurz vor dem Hochklapfsattel zweigt ein Weg linkerhand in die Latschen. Ein Steinmann und eine alte Punktmarkierung (Höhle?) weisen mir den Weg. Zuversichtlich mache ich mich auf die Suche nach einem Höhlenportal. Ich bin hochmotiviert, da ich immer wieder Steinmänner und abgeschnittene Latschen finde. Doch immer wieder lande ich Latschendickicht und komme nicht mehr vorwärts. Fast 90 Minuten suche ich ergebnislos in der Wildnis nach einem Portal. Von Beschreibungen weiß ich, dass es in der Nähe eines Karrenfelds mit Sicht auf den Altausseer See sein muss. Aber ich bin viel zu weit nördlich und zu tief. Die Markierung auf der AV Karte ist sicherlich eine andere Höhle. Ich habe ganz vergessen zu Jausnen. Enttäuscht und erschöpft breche ich die Suche ab und wandere hinab zum schönen Rastplatz am Hochklapf. Hier existiert ein kleines, aufgewölbtes Moor mit Schnabel-Segge (Carex rostrata), Schlamm-Segge (Carex limosa) und Braun-Segge (Carex nigra). Der weitere Weg durch die geologische Einbruchsfurche, die die Schönberggruppe von der Prielgruppe trennt, ist sehr schön. Besonders die vielen Hütten der Augstwiesalm sind einmalig. Es ist sehr ruhig heute. Vieh und Mensch sind bereits im Tal. Am Weg zum Appelhaus mache ich noch einen kurzen Abstecher zum Ort des Hubschrauberabsturzes im Jahr 2008. Ein altes Rotorblatt und eine Gendenkkreuz erinnern daran. Bei meiner Ankunft beim Appelhaus um 1400 ist noch nicht viel los. Wie ich erfahre ist der Zustieg zur Schneevulkanhalle vom Hochklapf aus sehr schwer zu finden und wird daher immer vom Loserplateau herab begangen.

Nach einer Jause mache ich noch einen kurzen Abstecher zum Henarsee. Dieser liegt gut geschützt in einer kleinen Senke und die Zirben spiegeln sich im Wasser. Bei der letzten botanischen Aufnahme 2015 konnte noch keine Laichkräuter nachgewiesen werden. Inzwischen wächst hier das Alpen-Laichkraut (Potamogeton alpinus), welches vermutlich durch Wasservögel verbreitet wurde. Beim Henarsee ist es immer noch sonnig und windstill. Ich lege eine kleines Nickerchen ein, bevor ich mich um 1830 wieder auf den Retourweg zur Hütte mache. Auf der Terrasse findet dann ein sehr gemütlicher und lustiger Hüttenabend statt. Der Hüttenwirt spendiert eine Runde Zirbenschnaps aus seinem überdimensionalen Flachmann. Der Sternenhimmel im Toten Gebirge ist sowieso spektakulär.

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