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19. April 2011

Erlakogel

(gepostet im Bereich Berg)

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Wie gestern beschlossen, steht heute der Erlakogel am Programm. Mit von der Partie ist auch Martin, der sich hier schon öfters rumgetrieben hat. Wir parken in Rindbach und wandern über den markierten Weg steil bergan. Die Felsstufe im ersten Abschnitt des Weges ist schon sehenswert. Leider kann ich das vom Rest nicht behaupten. Finsterer Fichtenforst, die Spitzlsteinalm als kleiner Lichtblick und dann endloses Windwurfgelände entlockt mir keinen Juchzer. Die Aussicht am Gipfel ist zwar ganz hübsch, verbessert den Gesamteindruck jedoch kaum. Martin hat noch einige Kraftreserven und schlägt vor hinüber zum Gasskogel zu wandern. Ich verspüre für diese Unternehmung wenig Motivation, aber auch der rasante Abstieg gestern hat seine Spuren hinterlassen. Also steigen wir wieder am gleichen Weg ab.

Fazit: Der Erlakogel ist wahrlich kein schöner Berg für mich. Brauch ich eine zünftige Bergtour wähle ich den Traunstein. Für eine gemütliche Genusswanderung bietet sich der Eibenberg an. Naja, been there done that.

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18. April 2011

Eibenberg

(gepostet im Bereich Berg)

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Frühling + Eibenberg = Petergstamm. So lautet die Formel für die heutige Bergtour. Aufgrund der geringen Niederschläge in diesem Winter sollte der Petergstamm (vulgo Aurikel) ja schon in Blüte stehen.

Dad und ich starten wie üblich beim Parkplatz an der Offenseestraße hinauf zur Hiaslalm. Das Wetter ist wieder einmal traumhaft. Generell sind die Prognosen für die Karwoche optimal. Schon fein, wenn ich da gerade Osterferien habe. Der schöne Aufstieg im Buchenwald ist wie immer recht gemütlich. Die Leberblümchen sind schon verblüht und Kleeblatt-Schaumkraut (Cardamine trifolia) sowie Dreiblatt Baldrian (Valeriana tripteris) schmücken den Waldboden. Rasch erreichen wir die Lawinenrinne. Hier blüht unterhalb des Weges tatsächlich schon der Petergstamm (Primula auricula). Also kraxle ich gleich runter um ein paar Fotos zu knipsen. Vorbei an der Jagdhütte gewinnen wir in unzähligen Serpentinen an Höhe. Der Weg ist zwar aper und trocken, doch scheinbar ist der Schnee erst seit kurzem weg. Daher blühen hier erst die Schneerosen, die durch die starke Sonneneinstrahlung schön dunkelrot gefärbt sind. In den steilen Felsstufen weiter oben konnte sich jedoch der Schnee nicht sehr lange halten und auch hier blüht bereits der Petergstamm, wobei die Hauptblüte wohl erst in einer Woche sein wird. Auf der Eibenbergschneid liegt erstaunlich wenig Schnee. Normalerweise gibt es hier Ende März eine geschlossene Schneedecke bis zum Gipfel. Nur ein kleiner Wächtenrest ist zu sehen. Kurz vor dem Gipfel befinden sich in einem, mit Baustellengittern eingezäuntem, Areal viele junge Fichten. Laut Zettel ein Winterquartier der Bundesforste. Bis zum Gipfel benötigen wir 2h20min. Bei einer kleinen Jause mit Ostereiern bestaunen wir die Rundumblick in die Heimat. Die Nordseite des Toten Gebirges weist ja noch ordentlich viel Schnee auf. Dafür ist der Erlakogel komplett aper. Da Dad und ich noch nie diesen Berg bestiegen haben, entschließen wir morgen der schlafenden Griechin einen Besuch abzustatten. Gut gelaunt schlagen wir beim Abstieg ein sehr sportliches Tempo an. Die trockenen Serpentinen verleiten regelrecht zum Schwateln. Eine Stunde später treffen wir auch schon wieder am Ausgangspunkt ein. Der Ausklang findet dann bei einer Grillage im bergerschen Schrebergarten statt.

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17. April 2011

Mollner Hütte

(gepostet im Bereich Berg)

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Ein kurzer Abstecher zur Mollner Hütte bietet sich an, wenn ich wieder einmal überhaupt keinen Plan habe, wo ich herumschlawinern soll. Auch wurde ich doch etwas von dem tollen Wetter überrascht. So flitze ich kurzentschlossen an diesem sonnigen Palmsonntag nach Molln und wandere über den markierten Weg hinauf zu Hütte.

Der Frühling zeigt sich inzwischen überall. Auf der Wiese blüht überall das Wiesen-Schaumkraut (Cardamine pratensis) und auch sehr viele Aurorafalter (Anthocharis cardamines) zeigen sich schon. Leider sind diese hübschen Schmetterlinge recht flink und ohne Telemakro kaum vernünftig zu fotografieren. An feuchteren und schattigeren Stellen blüht die Zwiebel-Zahnwurz (Cardamine bulbifera), mit den unverkennbaren kleinen Zwiebelchen in den Blattachseln. Eine Etage höher im Buchenwald findet sich dann der Lorbeer-Seidelbast (Daphne laureola) in Anthese. Flott gelange ich aufwärts bis zur Abzweigung zum Steig durchs Steinerne Tor. Doch die Motivation für den Anstieg fehlt heute gänzlich, also marschiere ich durch den Felsdurchlass und mache es mir beim Panoramblick bequem. Hier ist es immer sehr ruhig. Die meisten Wanderer bevorzugen ja die bewirtschafteten Hütten Schobersteinhaus und Grünburger Hütte. Da auf der Mollner Hütte nur Getränke ausgeschenkt werden, ist es hier immer etwas gemütlicher. Im Buchendickicht erblicke ich dann noch einige Frühlings-Platterbsen (Lathyrus vernus) bevor ich die Gipfelwiese erreiche. Nach kaum 1h gelange ich zur Mollner Hütte. Hier gibt's es seit Neuestem bequeme Sonnenliegen. Gefährliche Dinger. Wer hier mit einem Bierchen in der Sonne einschläft, kassiert sicherlich einen kapitalen Sonnenbrand ;) Nach über einer Stunde auf der wunderbaren Terrasse flitze ich im patentierten Schweinsgalopp in kaum 30min wieder retour zum Ausgangspunkt.

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9. April 2011

Sanduhrenparadies (V)

(gepostet im Bereich Berg)

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Und dann gibt's da noch Tage, da passt's wieder einmal alles. Andi, seines Zeichens Sportomathematiker aus der großen Stadt Wien und Neomostschädl, hat Bedarf zwecks Bergtour angemeldet. Noch ist der Wind stürmisch mit Spitzen bis zu 80 km/h und wir entscheiden uns für eine Kletterei in niedriger Höhe. Hierzu bietet sich das Sanduhrenparadies am Traunstein an. Interessanterweise hüllt sich der Traunstein bei unserer Ankunft am Ostufer um 0930 noch in Wolken. Erst als wir die Stubbüchse queren beginnen sich langsam die Wolken zu lichten. Den ersten Teil des Gmunderwegs umgehen wir im leichten Schrofengelände. Beim letzten Steilaufschwung (wobei man diesen auch links umgehen kann) befindet sich bereits eine 2er Seilschaft in der Wand. Auch wir montieren unsere Kletterausrüstung, um diese Seillänge (3) zu meistern. Beim Einstieg legen wir zuerst noch ein zweites Frühstück ein. Inzwischen haben sich die Wolken komplett verzogen und einer sonnigen Genusskletterei steht nichts mehr im Wege. Ich beginne mit dem Vorstieg und ahh die 1. Seillänge ist ja sowieso eine der Schönsten. Und in der Südwestwand weht nur mäßiger Wind. Genussvoll geht es weiter. Andi ist im Nachstieg enorm flott und ich muss beim Seileinholen ordentlich Gas geben. Das neue Seil rutscht noch nicht so optimal durch die Plate. Mit einem breiten Grinser kommt Andi in Sichtweite. "Boa is des schee" (Anm. vom Verfasser: ins Oberösterreichische übersetzt). In der Südwestwand herrscht ein derart begünstigtes Klima, dass hier sogar schon die Felsenbirne (Amelanchier ovalis) blüht. Bei den weiteren Seillängen wechseln wir uns ab. Andi sichert mit der HMS-​Technik. Immer wieder erstaunlich wie schnell sich hier Seilkrangel bilden. In der letzten Seillänge (3+) ist die Felsqualität hoch und der Gemüsefaktor niedrig. Trotzdem merke ich schon, dass meine Kondition nachlässt. Hier ist unbedingt mehr Training notwendig. Am Südwestgrat merken wir erst, wie stark hier der Wind weht.

Flott steigen wir über den Naturfreundesteig wieder ab und erreichen um 1500 die Lainau. Bei der Böllerwand haben wir auch noch außerodentliches Glück. Kaum 10 Meter voraus, stürzen faustgroße Steine auf die Straße. Am Retourweg scheppert plötzlich das Handy. Martin ist dran. "Servas Harry, föht dir vielleicht a Sonnenhuat mit ausbleichtm Bandl?" Martin sitzt gerade am Kleiner Berg und hat unterwegs meinen Expeditionshut gefunden! Sehr, sehr cool. Jetzt habe ich mir zwar schon einen neuen gekauft, aber der Trend geht ja zum Zweithut ;) Beim Steinmaurer schaffe ich es sogar mir ein Putenfilet mit Kräuterbutter zu bestellen. Der wunderbare Ausklang dieses feinen Tages findet dann auf der Sonnenterasse der Hochmeier-​Ranch in Steinerkirchen statt. Heute hat wieder einmal alles gepasst!

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