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16. Juni 2007
(gepostet im Bereich Berg)
10. Juni 2007
(gepostet im Bereich Berg)
 
| Naja ein etwas "anderer" Korsikaurlaub. Irgendwie hinterlassen die abgebrochenen Gipfeltouren einen schalen Nachgeschmack. Die Natur und Bergwelt ist so außergewöhnlich schön, dass ein reiner Badeurlaub an der Küste blanker Hohn ist. Und mit der Dokumentation der korsischen Bergflora ist's auch nix geworden. Dafür war die kulinarische Exkursion höchst erfolgreich. Wie üblich Le Chalet und U Minellu im Standardprogramm. Neu im Programm noch La Voûte im Zitadellenviertel (sehr gemütlich) und Chez Christian oberhalb des U Minellu (sehr preiswert). Geniales Highlight dieses Urlaubs: Ein Konzert von Meridianu in der Zitadellenkirche. Naja und zum Wetter sag ich nur: C'est la vie. Ich komm wieder auf die Insel. Ganz bestimmt. |
7. Juni 2007
(gepostet im Bereich Berg)
 
 
 
 
 
| Nachdem es am Mittwoch sogar in Calvi geregnet hat, zeigt sich donnerstags Vormittag wieder die Sonne. Wir überlegen noch ob wir den Monte Stello am Cap Corse oder doch schnell in den Wald von Bonifato flitzen und die Muvrella besteigen sollen. Die Auberge de la Forêt erreicht man leicht in 30 Minuten. Da es halbwegs stabil aussieht riskieren wir einen Aufstieg zur Muvrella. Mit 1600 Höhenmeter und 9 Stunden Gehzeit kein leichtes Unterfangen, aber irgendwann müssen auch wir mal Glück haben.
Die massiven Niederschläge der letzten Tage führen zu einem regelrechten Hochwasser des Figarella-Flusses. Die Piobbu-Hütte wird wohl diese Tage keiner erreichen, da man den Fluss nicht überqueren kann. Am Weg hinauf zur Carozzu-Hütte dampft es gewaltig. Luftfeuchte 100% und viel zu warm. Kein gutes Zeichen! Die Bachquerungen sind a bissl kapriziös ;), mit etwas Hupf-und-Kraxel-Geschick jedoch packbar. Natürlich kommt es wie es kommen muss. Als wir die Spasimata-Hängebrücke erreichen beginnt es bereits zu nieseln. Der Weg führt nun entlang des GR20 ins Asco, dem wir etwa noch 15 Minuten folgen bis es stärker regnet und die umliegenden Gipfel in Wolken verschwinden. Der Weg würde noch einige Plattenschüsse und Felspassagen (I) beinhalten, die man bei nassen Verhältnissen nicht riskieren sollte. Inzwischen ist auch ein Gewitter aufgezogen. Und dies schon um 1030 vormittags.
Also wieder retour zur Hütte, wo wir den Wirt interviewen, ob wir absteigen oder das Gewitter aussitzen sollen. Anja übersetzt sein Antwort etwa so: Jetzt oder Nie! Sollte Starkregen einsetzen, werden die Bachpassagen gänzlich unpassierbar. Flott steigen wir wieder ab. Unterwegs helfen wir noch einem Elsässer und seinem Sohn die Bäche zu queren. Der etwa siebenjährige Knirps lässt sich nichts anmerken, als wir ihn von Stein zu Stein weiterreichen. Trotz Blitz und Donner steigen immer noch einige GR20ler und Tagestouristen auf. Zwei sogar mit Regenschirm. Sicher schlau bei einem Gewitter.
Retour in Calvi verbringen wir noch einige Stunden am Pool bei Sonnenschein mit blauem Himmel. Im Hintergrund die schwarze Wolkenwand die Blitze und Donnergrollen entsendet. Schräg.
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5. Juni 2007
(gepostet im Bereich Berg)
 
 
 
 
 
 
| 0600 und kein Fuzerl am Himmel über Calvi. Ein Blick zum Cinto-Massiv: Jaaa des schaut guat aus! So düsen wir zum Calacuccia-Stausee hinauf nach Lozzi um den Monte Cinto, mit 2706 Meter der höchste Berg Korsika von der "leichten" Seite aus zu besteigen. Mit einem Höhenunterschied von 1050 Meter sollte die Tour in 6 Stunden machbar sein. Von Haut Asco aus, wie ich 2001 raufgekraxelt bin, ist es eine 10 Stunden Tour und der letzte Geröllanstieg ist nicht besonders fein. Daher wird er von dieser Seite auch gern "Monte Schinto" genannt ;)
Im Reisefüher steht zwar, dass die Straße hinauf zum Parkplatz mit Buvette auf 1650 Meter "mitunter sehr stark ausgewaschen" ist, aber des wird für eine Kangoo schon machbar sein. Denkste. Die Schotterpiste ist in einem extrem schlechten Zustand und für ein normales Auto nicht befahrbar. Alex meint zwar ein Landrover kommt da schon rauf, ich glaub eher des packt nur ein Unimog. Am Besten charakterisiert ein Graffiti in der Nähe des Campingplatzes (bis hierhin Asphalt) den Zustand der Piste: This "road" is ultra mega bullshit !!!.
So verlieren wir etwa 1h30min bis wir den Parkplatz erreichen, da wir ja zusätzlich 600 Hm überwinden müssen. So wird aus der leichten Variante ebenfalls eine 9-10 Stunden Tour mit insgesamt 1600 Höhenmeter. Die Buvette ist komplett verfallen. Hier dürfte schon lange kein Fahrzeug mehr den Parkplatz besucht haben. Der Weg zum Reuge de l'Erco führt in etwa 30 Minuten durch eine schöne Heidelandschaft. Unterwegs wurden Taferl angebracht, die Auskunft über interessanten Pflanzen und Vögel geben. Hier gedeiht massig der Schmalblättrige Tragant (Astragalus angustifolius). Der Gipfel ist noch frei und wir sind recht zuversichtlich bezüglich der Wettersituation. In den Wänden sind noch kleine Neuschneereste von letzter Woche vorhanden.
Von der Hütte aus rechts haltend führt der Weg über ein Geröllband (Hier Grünerlen (Alnus viridis) wie bei uns zuhause). Auch hier ist der Rother Wanderführer nicht mehr aktuell. Unübersichtliche Geröll- und Felspassagen konnte keiner von uns dreien ausmachen. Der Gipfel ist von Wolken umhüllt, wobei die Nebelgrenze dramatisch schnell fällt. Haube und Gortex werden angezogen und in den Fingern fühlt man bereits den Temperatursturz. Auf 2200 Meter beschließen wir sicherheitshalber umzukehren. Kaum 10 Minuten unterwegs setzt wieder Dauerregen ein. Nur zwei Franzosen und eine Gruppe Norweger wollen es unbedingt wissen und steigen weiter auf. Nach einer rasanten Stunde Abstieg erreichen wir wieder die sehr rustikale Ercu-Hütte und suchen im Inneren Schutz vor dem Wetter. Nach und nach trudeln auch die anderen Bergfexen ein. Hier stärken wir uns mit der Gipfeljause und Pietra. Die Franzosen genießen natürlich eine Flasche Patrimonio Rose. Nur die Norweger müssen Wasser trinken ;)
Inzwischen regnet es sogar noch stärker. Wanderer und Rucksack gut einpackt, beginnen wir mit dem Abstieg zum Ausgangspunkt. Obwohl wir alle schon echt sauer sind, wird unterwegs noch ein ironischer Schmäh geführt. Das Wetter kann man sich halt nicht aussuchen…Wenigstens konnte ich noch ein paar Pflanzerl knipsen, die ich die nächsten Tage mal bestimmen werden. Kleiner Trost oder so.
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