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14. Juli 2001

Großer Priel

(gepostet im Bereich Berg)

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Der Aufstieg erfolgt bereits freitags abends, in recht nassen zwei Stunden hinauf zum Prielschutzhaus. Es gießt wie aus Kannen und als ich endlich das Prielschutzhaus erreiche sind nur mehr die Socken trocken. Da im Ofen aber ein feines Feuerchen brennt, werden meine Sachen wieder flott trocken.

Als ich am nächsten Morgen um 0700 aufbreche, ist es wolkenlos. Unterwegs zur Brotfallscharte, begegne ich beim Jausenstein noch einem recht verschlafenen Rudel Gämsen, die direkt am Wegrand übernachtet haben Nach gut 2,5h stehe ich zum ersten Mal am Gipfel des Großen Priel. Die Aussicht über das Plateau ist wunderschön. In der Ferne erblicke ich noch die Hohen Tauern. Nach einer kurzen Rast flitze ich in flotten 1h40min retour zur Hütte und trudle rechtzeitig zum Mittagessen ein.

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22. Juni 2001

Paglia Orba

(gepostet im Bereich Berg)

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Vom Col de Verghio starten wir bei Traumwetter zur Besteigung der Paglia Orba, diese markante und weithin sichtbare Haifischflosse. Der Wanderweg führt gemütlich vorbei an etlichen Laricio-​Kiefern entlang des sehr kalten Golo. Das Golotal selbst ist wunderschön und entlang des Baches gibt es genial Gumpen, die zum Baden einladen. Ab der Mori-​Hütte wird der Weg hinauf zum Col des Maures, zwischen Capu Tafunatu und Paglia Orba steiler. Ab dem Pass führt der Weg in einer Rinne mit etlichen Verschneidungen hinauf zum Gipfel. Otto gibt die Richtung im Gelände, mit teilweise Schwierigkeitsgrad II, vor. Teilweise hängen noch alte, jedoch nicht wirklich hilfreiche Seile, was aber bei diesem Granit (Porphyr?) nicht wirklich schwer ist. Teilweise sind runde Steine wir Kunstgriffe im Gestein eingebacken. Nach einer sehr luftigen Stelle gelangen wir in einfaches Gelände. Leider ist es etwas neblig und die Fernsicht nicht besonders gut. Dafür scheint das Felsloch im Tafunatu, durch das der Nebel zieht, ein wahrer Höllenschlund zu sein. Der Abstieg erfolgt am Aufstiegsweg, wobei wir uns bei der Mori-​Hütte noch ein kühles Bier gönnen. Die Paglia Orba ist wirklich einer, wenn nicht der, schönste Berg Korsikas. Welch krönender Abschluss für diesen wunderbaren Urlaub. Ich komme wieder.

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Monte Cinto

(gepostet im Bereich Berg)

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Nach einer schlaflosen Nach in der Hütte im Asco-​Tal, die irgendwie zum Feriendorf Störrischer Esel gehört, brechen wir endlich um 0500 auf. Die Schnacherei der älteren Teilnehmer war nicht zu ertragen. Nur Otto, unser Bergführer, hatte die richtige Idee und machte es sich auf der Terrasse im Schlafsack bequem.

Mit den Stirnlampen wandern nach Süden in den Cirque de Trimbolacciu. Mit den ersten Sonnenstrahlen präsentiert sich dann die wahre Schönheit dieses Talschlusses. Die Ausblicke zur Punta Minuta und Monte Cinto sind wirklich gewaltig. Vorbei an genialen Granitplatten wandern wir hinauf zum Bocca Borba. Nach einer längeren Rast beginnt nun der anstregendste Teil des Aufstiegs. Viel loses Geröll in unangenehmer Blockgröße. Drei Schritte bergauf und ein Schritt zurück. So bringt man nur mühsam Höhenmeter hinter sich. Dazu kämpfe ich noch mit dem Geröllstaub, der durch den starken Wind immer wieder in meine Augen gelangt. Für Kontaktlinsenträger pures Gift. Doch mit Tief ins Gesicht gezogener Haube + Sonnenbrille ist es nicht mehr so schlimm.

Glücklicherweise hat uns Otto vorgewarnt, dass wir zuerst auf einen Vorgipfel gelangen und erst nach einigen Höhenmeter Abstieg östlich auf den Gipfel gelangen. Die Kraxlerei hier oben auf den rissigen Platten ist aber ein echter Genuss. Nach gut 5,5h Aufstiegszeit stehe ich dann zum Ersten Mal am Gipfel des Monte Cinto, höchster Berg Korsikas. Die Fernsicht ist überwältigend. Hier oben saukalt und teilweise noch Schneereste. In der Bucht von Calvi tummeln sich jedoch die Badetouristen am Strand. Und das kaum 20 Kilometer Luftlinie entfernt

Am gleichen Weg gelangen wir wieder retour zum Ausgangspunkt. Nach insgesamt 10h Gehzeit haben wir uns alle ein leckeres Pietra in der Refuge Asco-​Stagno verdient.

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21. Juni 2001

A Muvrella

(gepostet im Bereich Berg)

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Während bei der Hütte für Gruppe das Abendessen vorbereitet wird, beschließen noch einige Bergfexen einen abendlichen Abstecher auf die Muvrella. Der Aufstieg vom Ascotal ist bis Brèche de Stagnu steil, aber unschwer. Ab der Brèche säumen dann tausende Steinmanderl den Weg und jeder schlägt eine andere Route ein. Wie soll ich hier bloß den "offiziellen" Weg finden. So schließe ich mich den Muvrella-​Veteranen an und nach flotten 2h Aufstieg sind wir auch schon am Gipfel. In der warmen Abendsonne ist der Rundumblick fantastisch, gilt dieser Gipfel ja als einer besten Aussichtsplatzerl Korsikas.

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