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17. August 2006

Turon des Oules / Cascade de Lutour

(gepostet im Bereich Berg)

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Kaum ist man vom Hauptkamm ein Stückerl entfernt, kündigt sich quasi als Verhöhnung ein gar nicht so schlechtes Wandertagerl an. Solo wird die nähere Umgebung erkundet und gach Turon des Oules, scheinbar ein Ausflugsziel für fußmüde Kurgäste, erwandert. Weil das aber viel zu billig ist spaziere ich weiter zum Plateau de Lisey am gleichen Weg retour ins Tal. Und *taataa* Sonnenschein. Also noch am GR10 zur Cascade de Lutour, zwei Bierchen im Gastgarten und Harry ist einigermaßen zufrieden gestellt.

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16. August 2006

Abstieg nach Cauterets

(gepostet im Bereich Berg)

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Der Dauerregen hält an und ein vernünftiger Wetterbericht ist nicht zu bekommen. Händyempfang nada, somit gibt's auch keine AV Prognose aus Innsbruck. Eigentlich wollten wir heute den Grande Fache besteigen und noch eine Nacht in der Wallon-​Hütte verbringen, aber bei diesem Sauwetter ist das wohl eher lebensgefährlich am Grat herumzukraxeln. Gemeinsam beschließen wir ins Tal abzusteigen, zuerst einen vernünftigen Wetterbericht zu organisieren und dann die Alternativen zu planen.

Gemütlich wandern wir den breiten Spazierweg zum Pont d'Espagne, wo sich die Touristenmassen tummeln. Skilifte, riesiger Parkplatz… wie schön war es doch am Höhenweg. In Cauterets nisten wir uns im Le Regent (Uwe: Bezaubernd) ein und es kann mal gut geduscht werden. Die Innsbrucker Auskunft ist wenig erfreulich: Erst der Samstag soll im laufe des Tages wieder einigermaßen stabiles und trockenes Wetter herrschen. Ein optimaler Hüttenzustiegstag wie es so heißt.

Cauterets ist ein ganz netter Ski/Wander/Kurort in dem man sich leicht die Zeit vertreiben kann. Das Schlechtwetterprogramm für morgen wäre ein Ausflug nach Lourdes. In diesen verrückten katholischen Wallfahrtsort bringt mich keiner, da werde ich doch lieber in den Bergen bleiben. Kann ja nicht ewig regnen.

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15. August 2006

Refuge Marcadau-Wallon

(gepostet im Bereich Berg)

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Wettersturz. Vom frühen Morgen an ist es schon stark bewölkt und die Gipfel sind in Wolken gehüllt. Der Höhenmesser steigt ab dem Ibon de Campoplano viel zu rasch an und am Port de la Peyre St.-​Martin sind wir schon 70 Meter zu hoch. Plötzlich setzen Graupelschauer ein und die restlichen Höhenmeter zum Col de Cambales sind kalt und nass. Teilweise bedecken die Graupel den Boden wie eine Eisdecke. Beim Abstieg vom Pass zu den Lacs de Cambales zieht auch noch ein Gewitter auf, das uns rasch ins Tal flüchten lässt. Dieser Talschluss mit den vielen Seen wäre bei Schönwetter wohl ein Highlight dieser Tour gewesen. Zwischen zig Wasserläufen umgeben von Grasmatten durchziehen die Granitblöcke wie Buckewale die Landschaft. Bei einem Wasserfall lässt sich die Sonne dann doch noch einige Minuten blicken und ein paar Bilder können geknippst werden. Die letzten Minuten zum Refuge Marcadau-​Wallon regnet es aber wieder.

Die Hütte liegt in einem schönen Almgebiet und hätte auch eine gute Terrasse, doch bei diesem Sauwetter hänge ich lieber die nassen Sachen zum Trocknen auf und verkrieche mich im kuschligen Schlafsack. Mal schaun wie das Wetter morgen so wird…

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14. August 2006

Refugio de Respomuso

(gepostet im Bereich Berg)

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Heute führt uns der Weg über den Col du Palas auf die spanische Seite der Pyrenäen. Über Nacht hat es wieder sauber ausgeputzt und eine sonnige kurze Etappe zum Rufugio de Respomuso steht am Programm. Der Pass mit der Grenze befindet sich gleich Unweit der Hütte auf 2.519m und führt dann hinab zu den schön gelegenen Lacs d'Arriel. Unterhalb der Seen beginnt dann ein schöner Föhrenwald und ein weiter Taleinschnitt eröffnet einen schönen Ausblick. Die geologische Vielfalt kommt hier beeindruckend zur Geltung. Selbst befindet man sich noch auf dunklem Gneis, im Kontrast zum weißen Kalk. In der ferne werden die Gebirgszüge dann rot mit teilweise schwarzen Schutthalden.

Der Höhenweg ist wirklich ein Balkonspazierer, der ohne viel an Höhe zu überwinden zum Stausee Embalse de Respomuso führt. Unterwegs verläuft der Weg teilweise über Wasserleitung (wie die Levadas in Madeira) und hier wird unter anderem die blaue Schwertlilie Iris xiphioides geknippst, ebenfalls eine endemische Art der Pyrenäen.

Ein halbvoller Stausee ist zwar nicht ein berauschender Ausblick, wird aber durch die neu gebaute Hütte mit spanischen Bier San Miguel (0,5 um 3,30 €) vergolten. Da wir für den Übergang etwa 3h benötigten, ist noch genug Zeit für einen Ausflug zum Lac de Tebarray mit Aufstieg zum Pico Tebarray. Generell gibt's hier lässige Bergnamen wie Pico Cristales oder Picos de Infernios. Am See verteilt sich dann die Gruppe. Während einige auf den Gipfel aufbrechen, bleiben die anderen an einer windgeschützten Seite am See. Hari begibt sich derweil auf einen botanischen Streifzug durch das Gebiet. Bei einigen Steinbrechs werde ich bei der Bestimmung wohl einige Nachforschungen anstellen müssen. Das Gebiet scheint auch recht gute Bergkristallvorkommen zu besitzen. Einige große Brocken mit fünf Kilo hätten ein paar schöne Stufen enthalten aber ohne Hammer ist da nix zu machen.

Bei der Rückkehr zum See will ich gerade erwähnen, dass es hier Bergkristalle gibt, als Leo schon einen glasklaren fünf Zentimeter Kristall mit intakter Spitze präsentiert. Vielleicht hat der Pico Cristales gegenüber seinen Namen auch nicht ohne Grund ;).

In der recht gemütlichen und vor allem warmen Gaststube wird diesmal ein deftiges 3-​Gänge Menü verputzt. Wozu die Bänke eine halbhohe und vor allem schräge Lehne haben konnte ich jedoch nicht rausfinden.

Die Hütte ist mir allen Vornehmlichkeiten ausgestattet: Spinte, Waschraum mit Dusche (wobei es im oberen Stockwerk glücklicherweise normale Toiletten gibt, da ich mich mit den Stehklos nicht recht anfreunden kann), Selbstversorgerküche und schöne Lager in vernünftiger Größeordnung.

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