|< << Einträge 147 - 144 >> >|

13. August 2006

Refuge d’Arrémoulie

(gepostet im Bereich Berg)

ArremoulieAufstieg.jpgzoomPicture

Palas.jpgzoomPicture

EryngiumBourgatti.jpgzoomPicture

BaskischesBier.jpgzoomPicture

RefugeArremoulie.jpgzoomPicture

Der Transfer von Pau nach Soques erfolgt mit zwei Kleinbussen und wir starten mit der ersten Etappe zum Refuge d'Arrémoulie. Die Hütten sind reserviert und laut Auskunft wird auch überall Verpflegung erhältlich sein. So kann das Gepäck noch überflüssigen Nudelpackerl befreit werden um Gewicht zu reduzieren. Trotzdem bleiben etwa noch 12 Kilo über, womit ich wohl den leichtesten Rucksack der Truppe schultere.

Über Nacht hat sich das Wetter schlagartig verbessert und nur ganz wenige Wolkerl sind auszumachen. Ein teilweise unangenehmer kalter Wind lässt die Muskeln trotz schwerem Gepäck und flottem Tempo nicht überhitzen. So benötigen wir für den Aufstieg von etwa 1000 Hm nur 2,5 Stunden. Der erste Eindruck ist schon mal recht nett. Immer wieder erblicken wir Geier mit einer Spannweite von über zwei Meter. Auch das ein oder andere neue Pflanzerl wird geknippst. So gibt es häufig die total stahlblaue Mannstreuart Eryngium bourgati. Für diesen Endemit gibt's natürlich keinen deutschen Namen (oder halt Bourgat-​Mannstreu) aber Chardon bleu des Pyrénées oder Panicaut de Bourgat klingt ja auch nicht schlecht. Auch die Akanthusblättrige Eberwurz (Carlina acanthifolia), eine verwandte Art der Silberdistel (Carlina acaulis) nur mit goldenen Hüllblättern, ist zu entdecken. Generell ist mit Mitte August die Hauptblütezeit schon vorbei, aber man trifft hier auch einige Spätblüher und alte Bekannte der Alpen wie etwa den Fetthennen-​Steinbrech (Saxifraga aizoides) und Zwerg-​Augentrost (Euphrasia minima).

Durch den silikatischen Untergrund befinden sich hier viele Bäche und Seen, die oft von einer Talsperre begrenzt sind. Auch die Arrémoulie-​Hütte befindet sich an einem kleinen aufgestauten See. Die recht urige Hütte bietet nur für 26 Personen Schlafplätze, wobei im Sommer 16 weitere eine Unterkunft im Zelt nebenan finden, wo auch wir einquartiert werden. Besonders erwähnen muss ich noch das Biere basque "ambree gorrosta" Akerbletz, ein echter Leckerbissen. Kombiniert mit einen schmackhaften 4-​Gänge Menü (mit Knofi-​Hendl-​Curry) fühlt man sich sehr gut bewirtet. Leider müssen wir durch den Platzmangel die Gaststube räumen um der zweiten Runde Platz zu machen. Immer wieder trudeln spätabends noch Bergfexen, vor allem junge Leute, mit ordentlicher Campingausrüstung ein. Generell sind Spanier und Franzosen scheinbar auch alpine Camper, was bei chronischer Hüttenüberfüllung auch recht schlau ist. Bemerkenswert: Man darf sogar in der Hütte den Campingkocher auspacken und sich ein Supperl kochen. Bei uns undenkbar! Draußen ist es inzwischen saukalt und bewölkt und durch mehr oder weniger sinnloses herumhüpfen überbrücken wir die Zeit bis wieder etwas Platz wird. Mit einem kleinen baskischen Betthupferl wird man schön müde. Ohrenstöpseln rein. Gute Nacht.

Kommentare verfassen

12. August 2006

Zentralpyrenäen

(gepostet im Bereich Berg)

Nationalpark.jpgzoomPicture

Endlich ab in die Pyrenäen! In die 10er Gruppe der Sektion Edelweiss hat sich ein echter (!) Oberösterreicher eingeschmuggelt und in acht Tagen ist eine Durchquerung der Zentralpyrenäen am Höhenweg von Soques nach Gavarnie geplant. Unterwegs stehen auch Abstecher auf den ein oder anderen Gipfel aus Granit, Gneis oder Kalk am Programm. Ausrüstung und Kondition sind optimal, also muss nur mehr das Wetter mitspielen…

Kommentare verfassen

1. August 2006

Es wuchert

(gepostet im Bereich Chili)

Fireflame2006.jpgzoomPicture

Heuer wucherts.. unglaublich. Die Hybriden haben jeweils schätzomativ 30 Früchtchen oben. Die Lemons wuchern auch brav. Fatali kommt auch in die Gänge. Nur die Glockenchilis lassen sich noch Zeit. In diesem Sinne: Waxen sollt ihr und scharf werden sollt ihr auch *harrharr*.

PS: Am Samstag haben sich die Jungs von der Asbest-​Fraktion (aka Hochi, Klaffi, DC und Harry) wieder mal sauber bei einem Choco-​Habanero verbrannt.

Kommentare lesen (4) / verfassen

21. Juli 2006

Wurzeralm

(gepostet im Bereich Berg)

AlliumSchoenoprasumSmall.jpgzoomPicture

FilzmoosWollgras.jpgzoomPicture

Rueckzug.jpgzoomPicture

Nach der Arbeit noch einen schönen langen Spazierer auf das Warscheneck um bei diesem Traumwetter ein paar meisterhafte Fotos zu knipsen. Das war der Plan… aus dem leider nichts wurde. Anfangs noch schön sonnig hab ich wohl am Teichlboden etwas zu lange mit dem gerade blühenden Massenvorkommen des Alpen-​Schnittlauchs (Allium schoenprasum ssp. sibircum) vertrödelt. Der Aufstieg vom Brunnsteinersee zum Rote-​Wand-​Sattel ist ebenfalls zurzeit hochinteressant. In dieser Rostseggen-​Wiese gedeiht unter anderem die Kugelorchis (Traunsteinera globosa)

Kurz vor dem Sattel beginnt es etwas zu grollen und ganz leicht zu tröpfeln. "Das wird schon vorbeiziehen", denk ich mir, da in Richtung Dümlerhütte ja die Sonne scheint. Mit einem gewaltigen Tuscher setzt aber Starkregen ein und ich flüchte in rekordverdächtigen (und waghalsigen) 15 Minuten zurück zur Frauenkarliftstation. Dort angekommen regnet es natürlich nicht mehr, trotzdem bin ich waschlnass. Schade ich wollte eigentlich die Speikwiese mal genauer in Augenschein nehmen, da hier durch den sauren Polsterseggen-​Rasen, für Oberösterreich sehr seltene Pflanzen gedeihen. Und am Warscheneck war ich heuer auch noch nicht. Weiß aber aus zuverlässiger Quelle, das dieses Bergerl noch ein Zeiterl steht ;)

Kommentare lesen (1) / verfassen

|< << Einträge 147 - 144 >> >|