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4. Oktober 2020

Brandberg NW-Pfeiler und Ameisstein

(gepostet im Bereich Berg)

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Nun ist es soweit. Ich plane erstmals eine Wanderung für einen Wikipedia Artikel. Eigentlich war es bis jetzt immer umgekehrt ;) So führt mich mein heutiger Ausflug auf den Almseeblick am Brandberg NW-​Pfeiler am Nordostufer. Es ist außergewöhnlich viel los heute Vormittag. Die Parkplätze beim Jagersimmerl, Seeklause und auch die Straßenränder sind schon um 1000 komplett zugeparkt. Der Almsee war ja schon immer sehr beliebt, aber die Besucherzahl dürfte seit der COVID-​19 Pandemie noch einmal ordentlich zugenommen haben. Ich überquere die Alm und finde rasch die Abzweigung zum Steig. Kaum habe ich den markierten Weg verlassen, bin ich einsam unterwegs und lasse die Massen hinter mir. Der Anstieg erfolgt kurz und knackig in der Direttissima. Das Steiglein ist sehr erdig und rutschig. Also bei Nässe und Finsternis ist hier Vorsicht geboten. 30 Minuten später stehe ich auch schon am Almseeblick. Ein Gipfelkreuz und Gipfelbuch gibt es auch. Die Aussicht ist wirklich sehr toll. Die Tiefblicke zum See werden herrlich vom Nordabfall des Toten Gebirges umrahmt. Von hier ist auch gut zu erkennen, dass der See nach der Eiszeit deutlich größer war, wovon die ebenen Flächen am Süd-​ und Nordufer zeugen. Während die Schuttstörme im Süden von der Röll und dem Kolmkar gespeist wurden, leistete der Weißeneckbach im Norden ganze Arbeit. In geologischen Maßstäben wird es nur einen Wimpernschlag dauern bis das Seebecken komplett verfüllt ist und der Almsee verschwindet.

Nach ausgiebiger Rast und Knippserei steige ich in wenigen Minuten ab und weil noch mehr als genügend Zeit ist, besuche ich auch noch den Ameisstein. Dazu parke ich bei der Schönen Aussicht. Hier ist schon deutlich mehr los. Obwohl auf den Gipfel auch kein markierter Steig führt, ist er jedoch bekannter und wird häufig besucht. Die Aussicht ist auch fein, jedoch aufgrund der hohen Bäume nicht ganz so frei. Da muss ich mir noch ein bessres Fotoplatzerl für die Abendsonne suchen. Außerdem brauche ich einen Polfilter und ein ordentliches Stativ. Den Almsee werde ich im Winter sicherlich noch einmal besuchen. Zuerst wird aber noch der Wikipedia Artikel ausgebaut.

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20. September 2020

Steyrsbergerreith

(gepostet im Bereich Berg)

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Und weil es letzte Woche so schön war, nehme wir heute unsere Freunde mit zur Steyrsbergerreith. Familie Loitelsberger und Familie Riedl begleiten uns bei diesem Kaiserwetter. Kein einziges Wölkchen zeigt sich am tiefblauen Himmel. Der Fernblick zum Priel und Spitzmauer ist ja fast schon kitschig. Auch heute sind die Stationen am Wilderweg die Attraktion schlechthin. Leider sind beim Schießstand 3 von 4 Schleudern kaputt. Der Tourismusverband ist bereits informiert und wird sich um die Reparatur kümmern. Mit Anja, Joni und Erik gehe ich heute etwas flotter und bei der zweiten Forststraße legen wir am großen Buchenstamm eine Jausenpause ein. Am Almgelände werden heute unzählige Fotos geknipst. Bei diesem Panorama sind traumhafte Bilder ja vorprogammiert. Die Almjause schmeckt auch heute wieder ausgezeichnet. Die Kids kommen auch auf ihre Kosten, wobei wieder der Baum und viele Felsen erkraxelt werden. Nach 2h Pause besuchen wir den Fühlkasten und wandern am Aufstiegsweg retour zum Hotel Baumschlagerberg.

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13. September 2020

Steyrsbergerreith

(gepostet im Bereich Berg)

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Eine Familienwanderung auf die Steyrsbergerreith plane ich nun auch schon seit zwei Jahren. Doch erst durch das mediale Echo auf den positiven Umweltbericht zur Verbindung des Skigebiets Hinterstoder-​Höss mit den ehemaligen Hacklliften, denk ich mir: "Besser gleich mal vorbei schaun, bevor Skilift, Skipiste und Speicherteich die Alm verschandln." So starten wir um 0930 beim Baumschlagerberg. Mit von der Partie sind heute wieder Old-​Bergfexings, die schon öfters auf der Alm waren und vom geselchten Rindfleischbrot schwärmen. Das Wetter ist herrlich und der Ausblick schon zu Beginn der Wanderung beeindruckend. Saftige grüne Weiden und die hellgrauen Kalkwände des Prielkamms im Hintergrund passen einfach gut zusammen. Über die steile Wiese gelangen wir zum Ausgangspunkt des Wildererwegs, mit seinen vielen Stationen. Als Erik von den Steinschleudern hört, ist er sowieso nicht mehr zu bremsen. Über eine schön schattigen Weg mit angenehmer Steigung erreichen wir flott diese eigentlich letzte Station, da wir den Wildererweg umgekehrt gehen. Hier kann man mit Steinen oder Fichtenzapfen Metallplatten mit Tiermotiven umschießen. Julia und Erik finden das sehr spannend und wir bleiben lange bei dieser Station. Am weiteren Weg entdecken die Kinder dann viele Schwammerl, wobei ich nur den Fichten-Reizker (Lactarius deterrimus) identifizieren kann. Erik findet ebenfalls einen Rötlichen Gallerttrichter (Tremiscus helvelloides) und meint: "Den kenn ich aus dem Pilzbuch, den kann man roh essen" Recht hat er, trotzdem würd ich in dieses Schwammerl nie reinbeißen. Nun folgen die Stationen Spurensuche und Ausguck, die auch viel Spaß machen. So erreichen wir erst um 1120 die idyllische Steyrsbergerreith. Eine Alm ganz nach meinem Geschmack: Herrliche ruhige Lage mit wunderschöner Aussicht. Auch bei Kaiserwetter gibt es hier keinen Besucheransturm. Außerdem werden ausgezeichnete Spezereien kredenzt. So genehmige ich mir das bekannte Butterbrot mit geselchtem Rindfleisch und ein Grießkirchner Edelsud. Für die Kids gibt es sogar einen kleinen Spielplatz, wobei der Kletterbaum "megacool" ist ;).

Um 1300 wandern wir dann wieder talwärts und nehmen den Weg zur Station Gespür/Fühlkasten. Diese Station ist wirklich ein Unikat, da sich in den Nischen echte Präparate befinden. Das Hasenfell finden noch alle lustig. Beim Rehfuß oder Marderschädel wird es dann schon ein bisserl komisch und bei der Klaue des Greifvogels gibts dann für Bergfexing-​Mum einen blutigen Finger Für den Rückweg folgen wir jedoch nicht dem Wildererweg, sondern nutzen die Forststraße die uns zum Aufstiegsweg bringt. Mit einigen Zwischenstopps gelangen wir um 1415 wieder zum Ausgangspunkt. Julia ist heute alles alleine gewandert und hat sich ihren eigenen Rucksack verdient.

Fazit: Eine sehr tolle und empfehlenswerte Familienwanderung. Die Bergfexings kommen bald wieder.

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4. September 2020

Sonnenuntergang am Maisenkögerl

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Es wird wieder Zeit mein COVID-​19 Lockdown-​Fluchtbergl zu besuchen. So steht eine Maisenkögerl-​Sonnenuntergangstour am Programm, bei der ich auch gleich meine neue Stirnlampe ausprobieren kann. Ich starte um 1800 im Tießenbachtal. Sonnenuntergang ist um 1936. Also Zeit genug. Flott bin ich bei den sonnigen und warmen Felsen der Bräumauer. Hier tummeln sich die auffälligen Raupen des Wolfsmilchschwärmers (Hyles euphorbiae). Kein Wunder, denn die Zypressen-Wolfsmlich (Euphorbia cyparissia) als bevorzugte Futterfpflanze gibt es hier in Massen. Nun Anfang September ist Fruchtzeit, so leuchten überall schon die roten Hagebutten der verschiedenen Rosenarten. Die Mehlbeeren (Sorbus aria) und die Bucheckern (Fagus sylvatica) sind noch nicht reif. Ebenso die Zapfen des großen Wacholderbaums (Juniperus communis) nach dem Wandl. Die Zapfen sind im ersten Jahr noch grün und reifen erst nach 3 Jahren, wobei sie dann ihre charakteristische Färbung erlangen. Nach obligater Kraxlerei bin ich um 1910 am Gipfel. Doch der Aufenthalt am Gipfel ist heute etwas unbequem. Tausende geflügelte Ameisen schwirren herum. Kein Wunder, denn eine Gipfelbalz ist bei vielen Insekten populär. Doch die schöne Abendstimmung und ein kühles Bierchen lassen die lästigen Ameisen fast vergessen. Die saftig grünen Wiesen sind wunderschön im späten Licht. Besonders am Hacklberg und den Hängen oberhalb von Steinbach am Ziehberg. Der Sonnenuntergang ist dann wirklich spektakulär, besonders weil sich noch ein paar Wolken aufgezogen sind. In der Abenddämmerung steige ich noch ohne Lampe ab. Als ich dann aber das erste Mal am Hintern lande, merke ich erst wie dunkel es bereits ist. Die neue Stirnlampe macht aber die Nacht schnell wieder zum Tag. Diese neuen Hochleistungs-​LEDs sind schon erstaunlich. Bei der Bräumauer knipse ich noch ein paar Bilder mit Langzeitbelichtung und wickle dazu mein Octopus-​Stativ um das Gipfelkreuz. Der weitere Abstieg ist dann noch angenehm warm, in der stockdunklen Nach aber etwas ungewohnt, aber eine gute Abwechslung zu den üblichen Vormittagstouren.

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