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25. März 2007
(gepostet im Bereich Berg)
 
 
 
 
 
| Wenn man sich verschläft oder mal wieder überhaupt keinen Plan hat, bietet sich ein Sonnstein-Spazierer an, den man eventuell noch mit einem Abstecher zum Kleinen Sonnstein verlängert. Inzwischen hat es ja beachtliche Neuschneemengen "aussaghaut" und der Schnee liegt bis auf Seeniveau. So winterlich hat's heuer überhaupt noch nie ausgesehen.
Wettertechnisch war heute das Glück auf meiner Seite. Vom Traunstein bis zum Schönberg sind die Gipfel von Wolken umgeben. Auch der Feuerkogel ist in dichte Wolken gehüllt. Den Alberfeldkogel sieht man überhaupt nicht. Hier jedoch, direkt über den Ebenseer Sonnstein, scheint die Sonne, wodurch der Aufstieg angenehm warm ist. Gespurt ist auch schon und so bin ich nach einer Stunde am Gipfel. Im unteren, aperen Drittel begegnet man bereits der blühenden Mandel-Wolfsmilch (Euphorbia amygdaloides), begleitet von den üblichen Verdächtigen wie Schneeheide (Erica carnea), Zwergbuchs (Polygala chamaebuxus) und jede Menge Kalk-Blaugras (Sesleria albicans) sowie Erd-Segge (Carex humilis). Der Traunsee präsentiert sich heute mal zur Abwechslung in tiefem blau und nicht wie sonst im Frühjahr milchig-türkis.
Schätzomativ wird im oberen Bereich wohl zwischen 20 und 50 Zentimeter hoch Schnee liegen. Leider ist es gegen 1400 schon recht matschig, gatschig und rutschig, weshalb ich die Runde zum Kleinen Sonnstein storniere. Selber schuld wenn man unter 1000 Meter unterwegs ist. Der Spazierer heute war definitiv zu wenig. Besser gleich am Vortag gut überlegen und ein neues 08/15 Bergl brauche ich auch. Vielleicht mal im Wolfgangseegebiet vorbeischauen. Oder so.
Ach ja: Im oberen Bereich gibt's ja schöne und fuchsrote Schirmföhren, die früher als eigene Rasse der Föhren behandelt wurden. Heute weiß man jedoch, dass durch flachen und felsigen Untergrund dieser schirmförmige Wuchs bei Rotföhren (Pinus sylvestris) verursacht wird, wie Adler/Mrkvicka in ihrem Wanderführer Salzkammergut anführen.
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16. März 2007
(gepostet im Bereich Berg)
15. März 2007
(gepostet im Bereich Berg)
11. März 2007
(gepostet im Bereich Berg)
 
 
 
 
 
 
| So eine halbfertige Traunsteintour kann man nicht im Tourenbuch einfach so stehen lassen. Trotz Dauerregen bzw. Schneefall am Samstag kündigt sich schon am frühen Sonntagmorgen ein wolkenloses und frühlingshaftes Traumtagerl an. Relativ spät erst gegen 1000 starte ich in Richtung Lainautal zum Einstieg des Naturfreundesteigs. Und wie gewohnt sind schon einige Fexen unterwegs.
Die bekannten Frühlingsboten Schneeheide und Zwergbuchs blühen auch schon. Nur über 1200 Meter sind noch vereinzelt Schneerosen zu sichten. Der gestrige Neuschnee wird von der Märzsonne kräftig "weggeputzt" und erst die letzten 150 Höhenmeter liegen dann etwa 10 bis 20 Zentimeter Schnee, je nachdem wie die weiße Pracht angeweht wurde. Nach gemütlichen 3 Stunden Aufstieg gelange ich dann zum Traunsteinhaus, wo schon die "üblichen Verdächtigen" sitzen, die mehr als fünfzig Mal im Jahr zum Stammtisch auf den Stoa raufspazieren. Schön sonnig und warm. Im Winterraum gibt's kühles Zipfer und ringsherum leuchten frisch angezuckerte Gipfel in strahlendem weiß. Erst um 1445 kann ich mich überwinden, wieder über den Naturfreundsteig abzusteigen. Kurzärmlig, begleitet vom glitzern des Traunsees erreiche ich nach 1h45min wieder den Ausgangspunkt. Es war eigentlich wieder einiges los. Auch Hernler und Klettersteig wurden begangen. Wie ich erfahren habe, sind seit Kyrill einige Wege wie Erlakogel und Eibenberg gesperrt, da noch die umgestürzten Bäume abtransportiert werden müssen.
Und zum Schluß weil's grad passt noch ganz was kitschiges aus dem Jahrbuch des Alpenvereins von 1968.
Der Tag bricht an – es reißt der Nebelschleier, Geflockt zu Wolken schwingt er sich empor; Stumm lugt und starr ein Alpenungeheuer Aus ungewisser Dämmerung hervor. Der Traunstein ist's – er hebt die Stirn nun freier, Fernauf tut sich des Ostens gold'nes Tor, Auf seinem Scheitel tanzen Sonnenfunken – Tief unten lallt der See, noch schlummertrunken. Und höher schwebt des Tages ew'ge Leuchte, Und ihre Strahlen selber saugen die Schlucht, Der lose Wind, den dort das Licht verscheuchte, Stürtzt sich, ein wilder Flüchtling, in die Bucht. Die Welle braust, der Baum, der perlenfeuchte, Geküßt von ihm auf seiner raschen Flucht; Die Blumen all – sie schauern in der Wiese -, Die Sonne flammt ob einem Paradiese!
Otto Prechtler |
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