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18. Juni 2006

Schneckenwand

(gepostet im Bereich Geologie)

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Zwar keine Wanderung im Gebirge, ist jedoch auf alle Fälle einen Blog-​Eintrag wert. Chris war ja schon des öfters bei der Schneckenwand in Rußbach um Fossilien zu sammeln und erzählt immer recht begeistert von dieser Exkursion. Drum einfach mal mitspaziert um auch ein paar Schneckis zu sammeln. Es tummeln sich schon etliche Leute an dieser Fundstelle, da das Platzerl ja recht bekannt ist. Da wir ohne Werkzeug angerückt sind (außer ein alter rostiger Schraubenzieher der wertvolle Dienste geleistet hat) waren wir recht froh, dass schon die Profi-​Sammler vor uns ein paar Löcher ausgehoben haben.

Der Rest war dann nur noch vertiefende Arbeit ;). In der Schicht zwischen Fels und Humus findet man dann echt große, schöne und vor allem intakte Schnecken. Es gilt das Dragee-​Keksi-​Motto: Wenn ich nur aufhören könnt. Die Sache rächt sich natürlich beim Weg retour ins Tal mit entsprechend schwerem Rucksack. Ich denke mal im Steingarten machen sich diese "Stoana" nicht so schlecht.

Lt. Literatur handelt es sich bei der Schneckenwand um ein Massenvorkommen von Trochactaeon conicus und Trochactaeon giganteus innerhalb der Hochmoosschichten des Obersantonium.

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16. Juni 2006

Traunstein

(gepostet im Bereich Berg)

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Pünktlich um 07:15 starten wir am letzten schon total vollgeparkten Parkplatz und traben gemütlich zum Einstieg des Naturfreundesteigs. Seltsamerweise hat sich scheinbar der Wetterbericht etwas vertan, da sich über dem Höllengebirge und Bad Ischl mächtige Wolken türmen. Schon nach 50 Höhenmetern rinnt uns der Schweiß von der Stirn, was wohl an der extrem hohen Luftfeuchtigkeit liegt. Nach 1h30min machen wir erstmal am Südwestgrat auf 1000 Meter ein Halbzeitpause. Inzwischen hat ein Ostlüfterl die Wolken in Richtung Priel getrieben und es schaut nach einem perfekten Sommertag aus.

Unterwegs steht gerade der Alpen-​Steinquendelt (Acinos alpinus) in voller Blüte. Auch einige mir unbekannte Pflanzen werden mehr oder weniger erfolgreich geknipst. Am Traunstein ist man wohl eher mit bergsteigen + schwitzen als mit der Flora des Naturschutzgebietes beschäftigt. Obwohl ich mich doch etwas geärgert hab, da ich das (vermutliche) Traunsee-​Labkraut (Galium truniacum) ohne Bestimmungsschlüssel nicht eindeutig identifizieren konnte. Ja, ja daheim liegt die Exkursionflora genau wo sie hingehört. Links übrigens der Felsen-​Ehrenpreis (Veronica fruticans).

Die letzten 200 Höhenmeter werden dann für Alex etwas zach und der "Stoa" wird seinem Ruf als echter Wadlbeißer ohne ebene Rastpassagen gerecht. Nach insgesamt 3h15min ist es aber geschafft und bei einer Nudelsuppe (natürlich in Gmunder Keramik Schüssel) kehren die Kräfte wieder zurück. Die Aussicht in diesem Gastgarten ist immer bemerkenswert. Seltsamerweise ist aber recht wenig los für diesen wunderbaren Tag. Vielleicht sind wir etwas später unterwegs als üblich. Keine Ahnung.

Nach einem Abstecher zum Gipfelkreuz gelangen wir in 1h45min über den Mairalm-​Abstieg zur Mairalm und genehmigen uns das erste Bier des Tages. Unter den Kastanien lässt es sich auch an einem heißen Tag recht gut aushalten. Für den Rückweg über die Forststraße benötigen wir dann noch einmal 40 Minuten. Es war wirklich wieder eine tolle Tour und so wies ausschaut werde ich wieder im Herbst vorbeischaun.

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15. Juni 2006

Nazogl

(gepostet im Bereich Berg)

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Feiertag und Schönwetter. So eine außergewöhnliche Begebenheit muss gleich für einen Abstecher zum Nazogl genutzt werden. Erst sehr spät gegen 1100 erreiche ich die Hintereggeralm und bin ganz verwundert wie wenig bei diesem Kaiserwetter los ist. Die Almwiesen leuchten nun in saftigen Grün geschmückt von tausenden Trollblumen (Trollius europaeus).

In zwei Stunden bummelt man Richtung Gipfel. Unterwegs gibt's gerade jede Menge Petergstamm (Primula auricula) und Alpen-​Kuhschelle (Pulsatilla alpina subsp. alpina) zu bewundern. Der Weg ist inzwischen gut ausgeapert und auch der Neuschnee ist schon geschmolzen. Am Plateau selbst liegt noch einiges von der weißen Pracht, wobei der Gipfelbereich schön blankgeputzt ist. Auf diesem herrlichen Polster-​Seggenrasen wucherts von Alpen-​Hahnenfuß (Ranunculus alpestris), das auch direkt unter dem Gipfelkreuz wächst. Stängelloses Leimkraut (Silene acaulis), Zwerg-​Miere (Minuartia sedoides), Gold-​Fingerkraut (Potentilla aurea) und einiges an Alpen-​Fettkraut (Pinguicula alpina) kann zur Zeit ebenfalls bewundert werden.

Beim obligaten Gipfelbier genießt man die wunderbare Fernsicht zwischen Pyhrgas und Dachstein. Der Warscheneck-​SO Grat wird wohl auch noch einige Zeit zum Ausapern brauchen. Danach noch ein kleines Nickerchen am einsamen Nazogl bevor ich in einer flotten Stunde am gleichen Weg wieder retour zum Ausgangspunkt gelange.

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11. Juni 2006

Ebenseer Sonnstein

(gepostet im Bereich Berg)

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Wenn sich der Skipper deines Vertrauens mit dem Wunsch einer gemütlichen Bergtour an dich wendet, wählt man einfach einen Klassiker. Leider war es in der Pyhrnregion sehr regnerisch und die geplante Wasserklotz-​Tour wurde einfach ins Salzkammergut verlegt. Bani wird die 600 Höhenmeter auf den Großen Sonnstein schon packen. Und tatsächlich: ohne große Anstrengungen oder Verschnaufer spazieren wir gemütlich zum Gipfel. Gar nicht so schlecht für einen untrainierten Seebär ;). Am Gipfel können Pietra-​Hari und Zipfer-​Bani erstmal durstig auf die erste gemeinsame Wanderung anstoßen.

Wettermäßig haben nur ein paar Schönwetterwolken den blauen Himmel durchkreuzt. Interessant war wie immer der Fortschritt der Vegetation. Zur Zeit blühen im Wald Massen an Strauch-​Kronwicke (Hippocrepis emerus). Direkt am Wegrand kann man auch ein Weißes Waldvöglein (Cephalanthera damasonium) entdecken.

Aussichtsmäßig reicht die Sicht vom wieder recht milchig-​grünen Traunsee mit Traunstein bis zu den Schneemassen am Schönberg, die frisch-​weiß herüberglänzen. Diese erste Gewöhnungstour findet einen guten Abschluss mit einem sehr guten Salat auf der Terasse des Offensee-​Restraurants.

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