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4. September 2021

Lamprechtsofen

(gepostet im Bereich Berg)

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Die Bergfexings sind inzwischen begeisterte Camper und wir stellen unser tolles Outwell Zelt am wunderschönen Campingplatz Grubhof in Lofer auf. Zur Einstimmung besuchen wir den Lamprechtsofen, eine wasserführende Schauhöhle. Die bekannten Höhlenteile sind auf über 60 Kilometer vermessen. Enorm ist auch die Niveaudifferenz. Bis zum zweiten Ausgang im alpinen Gelände sind es über 1700 Höhenmeter. Wir begnügen uns jedoch mit den Schauhöhlenanteil, wo immerhin auch rund 70 Höhenmeter zurückzulegen sind. Die Raumhöhen sind durchaus beeindruckend. Julia und Erik taugts in der Unterwelt :) Wieder an der Oberfläche macht sich Hunger und Durst bemerkbar. Wir düsen zur nahe gelegenen Jausenstation Vorderkaser, wo wir vorzüglich bewirtet werden. Den Spielplatz und den Bach finden die Kids besonders toll und auch Sarah und ich genießen den herrlichen Spätsommertag. So dauert der Aufenthalt etwas länger als geplant und wir verschieben den Besuch der Klamm auf nächstes Jahr. Ein optimaler Start in unseren Lofer-​Kurzurlaub.

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25. August 2021

Hongar

(gepostet im Bereich Berg)

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Zu später Stunde starten Stefan und ich zu einer gachen Afterwork-​Tour auf den Hongar. Sofern es die Wegverhältnisse zulassen, kürzen wir einige Serpentinen der Straße ab und erreichen nach 40 Minuten den fast leeren Gastgarten beim Schwarzen. Im Rucksack wird noch eine Hopfenkaltschale deponiert und wir wandern zum Gipfel des Hongars, wo wir bei tief stehender Sonne die schöne Aussicht auf die Flyschberge und den Traunstein genießen. Schon fesch bei uns daham :)

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22. August 2021

Rund um den Altausseer See

(gepostet im Bereich Berg)

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Seit unserem letzten Besuch in Altaussee 2013 hat sich viel verändert. Außerdem habe ich im Winter den Wikipedia Artikel zum Altausseer See auf Hochglanz poliert. Es wird also wieder einmal Zeit rund um diesen schönen Bergsee zu spazieren. Die letzten morgendlichen Regenwolken haben sich verzogen und das Wetter ist stabil bevor morgen die Kaltfront kommt um den Sommer zu beenden. Sarah und ich wandern gemütlich am Südufer zur Seewiese, die 2018 von Didi Matschitz neu errichtet wurde. Das Gasthaus wurde schön im örtlichen Stil neu gebaut. Der Gastgarten mit den alten Bäumen ist herrlich. Wir werden äußerst freundlich mit köstlichen Spezereien versorgt. Danach mache ich mich auf die Suche nach der größten botanischen Kostbarkeit des Salzkammerguts. Am Ufersaum der Seewiese wächst der sehr seltene Ufer-Hahnenfuß (Ranunculus reptans). Er kommt in Österreich nur dort und am Ufer des Bodensees vor. Trotz intensiver Suche kann ich kein Exemplar finden. Auch beim Botanisieren gehört immer eine gute Portion Glück dazu. Beim Jagdhaus Seewiese, besuchen wir noch das kleine naturkundliche Museum im ersten Stock, in dem der Altausseer See und die zahlreichen Fossilien der Region im Mittelpunkt stehen. Bei der Bauchigen Steinwänd wird es botanisch wieder sehr lässig. Das Massenvorkommen des Berg-Laserkrauts (Laserpitium siler) ist bemerkenswert. Es ist die einzige Wirtspflanze der in Österreich sehr seltenen Bergkümmel-Sommerwurz (Orobanche laserpitii-sileris). Dieser Vollschmarotzer gelangt dort aber nur in feuchten Jahren zur Blüte. Heute kann ich noch den blühenden Berg-Lauch (Allium senescens) und die Ästige Graslilie (Anthericum ramosum) entdecken. In Ufernähe wächst der Gewöhnliche Wasserdost (Eupatorium cannabinum) auf dessen Blüten sich viele Russische Bären (Euplagia quadripunctaria) tummeln. Diese Schmetterlingsart ist vor allem durch das Massenvorkommen im Tal der Schmetterlinge auf Rhodos bekannt. Bei der Jausenstation Kahlseneck lassen wir noch einmal die Seele baumeln, bevor wir uns auf den Rückweg machen und die Heimreise antreten.

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21. August 2021

Greimuth, Atterkogel und Bräuningzinken

(gepostet im Bereich Berg)

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Sarah und ich verbringen ein Wochenende im wunderschönen Ausseerland. Zur Einstimmung empfiehlt sich ein Besuch des Loserplateaus. Doch diesmal lassen wir den Loser links liegen und die Besteigung von Greimuth und Bräuningzinken steht am Programm. Heute hat sich Kaiserwetter eingestellt. Bei Sonnenschein und angenehmen Wandertemperaturen starten wir um 1130 am Ende der Loserstraße.

Direkt im feuchten Straßengraben wächst die Zwerg-Glockenblume (Campanula cochleariifolia). Aber auch ein Neubürger hat sich hier eingeschlichen. Die auffallende Gelbe Gauklerblume (Mimulus guttatus) stammt eigentlich aus Nordamerika, ist aber inzwischen in Europa eingebürgert. Wir folgen der Karawane hinauf zum Augstsee. Hier hat sich seit unserem letzten Besuch 2013 viel getan. Der Auslauf wurde betoniert und Rohre gelegt. Den Haarblättrige Wasserhahnenfuß (Ranunculus trichophyllus) kann ich nicht mehr entdecken. Hoffentlich ist er nicht völlig aus dem See verschwunden. Der Anstieg zum Greimuth ist dann ein botanisches Highlight. Hier befindet sich ein Blaugras-​Horstseggenrasen mit Parlatore-Staudenhafer (Helictotrichon parlatorei). Diese Pflanzengesellschaft ist typisch für sonnige, steile Hänge der nördlichen Kalkalpen und gehört zu den artenreichsten Rasengesellschaften im Gebiet. Die Hauptblütezeit ist normalerweise Mitte Juli, aber heute können wir wohl aufgrund des etwas längeren Winters noch viele Pflanzen während der Blüte beobachten. Gelb-Betonie (Betonica alopecuros), Glanz-Skabiose (Scabiosa lucida) und Alpen-Distel (Carduus defloratus) sind häufig. Dazwischen sind die Schwarzrandige Margerite ( Leucanthemum atratum) und der Grannen-Klappertopf (Rhinanthus glacialis) leicht zu entdecken. Der blühende Raue Kranzenzian (Gentianella aspera) kündigt bereits das Ende des Bergsommers an. Wir verlassen nun den Pilgerpfad zum Loser und zweigen rechts ab zum Sattel zwischen Greimuth und Atterkogel. Nun wird der Blaue Eisenhut (Aconitum napellus) immer häufiger. Der Weg wird nun etwas steiler und alpiner. Flott erreichen wir die aussichtsreiche Rasenkuppe des Greimuth. Die Einblicke in die Loserwände und die Aussicht auf das Plateau des Toten Gebirges sind weltberühmt. In der Ferne thront König Dachstein mit seinen Gletschern.Die Mittagspause ist somit Genuss pur.

Retour im Sattel beschließe ich noch den Atterkogel zu besteigen. Die Wegfindung ist klar, auch wenn im hohen Gras anfangs nicht gut ersichtlich. Es gilt eine markante Lücke in den Latschen anzuvisieren. Danach folge ich der gut ausgeschnittenen Latschengasse zum Gipfel mit Plüsch-​Eule und Gipfelbuch. Der Atterkogel bietet einen schöne Aussicht auf das Kuhntal mit der Bräuningalm und dem Bräuningzinken. Wieder retour wandern Sarah und ich zum Gschwandtsattel. Wie auf einer Aussichtsterrasse queren wir die Ostflanke des Greimuth. Im Sattel beschließt Sarah direkt zur Alm abzusteigen. Ohne Rucksack steige ich mit hohem Tempo zum Gipfel des Bräuningzinkens auf. Oben gibt es nur ein gaches ein Gipfelfoto. Der gesamte Gipfelbereich ist mit Schafkot bedeckt und stinkt erbärmlich. Also flitze ich im Laufschritt retour zur Alm, wo wir noch eine kurze Pause einlegen. Die Bräuningalm liegt wirklich sehr idyllisch am Rande der Riesendoline des Kuhntals und ist wunderbar umrahmt von den Felswänden des Greihmuts und dem Kamm vom Bräuningzinken bis zur Bräuningnase.

Seit vielen Jahren beschäftigen mich die Ammoniten, die es am Grund des Kuhntals geben soll. So unternehme ich noch einen kurzen Abstecher, während Sarah direkt zur Loseralm zurückkehrt. Laut Natur-​Wanderführer und geologischer Karte bestehen die Ränder der Doline aus einer mächtigen Wechselfolge von Oberalmer Schichten mit Barmsteinkalk-​Zwischenlage. Feinkörniger Adneter Kalk befindet sich vor allem an der Basis in der Riesendoline. In den großen rötlichen Felsplatten des Adneter Kalks sollen sich Querschnitte versteinerter Ammoniten mit bis zu 30 cm Durchmesser befinden. Ich hoffe ich entdecke welche. Aber schon der Abstieg ist interessant. Häufig blüht hier der Ostalpen-Enzian (Gentiana pannonica). Auf den ausgedehnten Schneeböden wachsen Braun-Klee (Trifolium badium), Gebirgs-Quendel-Ehrenpreis (Veronica serpyllifolia), Gauchheil-Weidenröschen (Epilobium anagallidifolium), Alpen-Rispengras (Poa alpina), Gold-Pippau (Crepis aurea) und das Alpen-Mastkraut (Sagina saginoides). In den Vertiefungen der Felsplatten wächst häufig der Schnittlauch (Allium schoenoprasum). Bei den rötlichen Felsplatten angekommen, erleichtern Steinmanderl die Suche nach den Fossilien und ich kann einige schöne Ammoniten-​Querschnitte entdecken. Zufrieden eile ich zurück zum Ausgangspunkt. Die obligate Gösser-​Steirerkasbrot-​Kombi gibt's dann bei der Loserhütte.Und weil Hochzeitstag ist, gönnen wir uns eine Nacht in der wunderschönen Seevilla in Altaussee.

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